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Badeurlaub in Georgioupolis Kreta Griechenland

 
 

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Bergwandern auf Kreta – dreimal hoch hinaus

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Bergwandern auf Kreta – dreimal hoch hinaus

Geschrieben von
Claudia Göpel
Mai 2017

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Kretas Berge sind das ideale Wanderziel für Trekking-Touristen. Ob Sie nur einige Stunden oder mehrere Tage zu Fuß unterwegs sein wollen – am Ziel werden Sie mit der schönsten Aussicht und der besten Luft belohnt.

Nach einem köstlichen Frühstück am Corissia-Buffett steht Ihnen der Sinn nach Bewegung und sportlichen Erlebnissen? Wie wäre es mit einer Erkundungstour in die Berge Kretas?

Die wildromantische Landschaft der größten griechischen Insel fasziniert Wanderfreunde weltweit.

Erleben Sie einmaliges Inselfeeling von oben, spüren Sie die Steine unter den Füßen und genießen Sie die Stille der rauen Schönheit der kretischen Bergwelt. Wandern und Bergwandern haben mit einem gemütlichen Spaziergang nur wenig gemein.

Ein bisschen Ausdauer und gut eingetragene Wanderschuhe sollten Sie schon im Gepäck haben. Aber dann lassen wir den Alltag hinter uns und genießen unseren Ausflug mit allen Sinnen.

Drei Bergmassive laden zum Wandern ein
Lefka Ori, Psiloritis und Dikti-Gebirge

Wanderfreunde sind von der malerischen Vielfalt der Bergwelt Kretas entzückt. Gehören Sie auch zu den Urlaubern, die die abwechslungsreiche Landschaft am liebsten zu Fuß erforschen? Auf Tagesausflügen oder mehrtägigen Routen durch hohe Berge und tiefe Täler werden Sie eins mit der Natur und lernen Land und Leute hautnah kennen – nicht zu vergessen, die wilden Ziegen, die am Wegesrand grasen. Vielleicht treffen Sie sogar die einzigartigen Kreta-Pferde, die es nur hier auf der Insel gibt.

Die schönsten Wanderstrecken auf Kreta führen durch tiefe Schluchten, über hohe Berge und an verträumten Bergdörfern vorbei. Gleich drei Bergmassive warten darauf, von Ihnen erkundet zu werden – allen voran die Lefka Ori, die weißen Berge, die von Ihrem Urlaubsort Georgioupolis nur einen Katzensprung entfernt sind. Ihre Ausläufer sind vom Strand aus zu sehen und locken: Erforsche mich. Spüre mich. Erlebe mich.

Stattliche 50 Gipfel haben die Lefka Ori zu bieten. Bekannt sind sie allerdings durch die populäre Samaria-Schlucht, in der sich während der Hochsaison die Trekking-Touristen fast auf die Füße treten. Das Ida-Gebirge Psilioritis sowie das Dikti-Gebirge mit der kaum besiedelten Lasithi-Hochebene gehören zu den beiden anderen Bergmassiven Kretas, die Bergwanderer aus der ganzen Welt begeistern. Wir beleuchten die Wanderwege abseits der Touristenwege und möchten Ihnen alle drei Bergketten auf Kreta ans Herz legen.

Begeben Sie sich auf abenteuerliche Reisen in die ursprünglichsten Regionen Kretas und packen Sie Ihren Wanderrucksack mit Bedacht. Neben festem Schuhwerk, einer Kopfbedeckung und einem Wanderstock benötigen Sie eine Wanderkarte, leichten Reiseproviant und viel zu trinken.

1. Lefka Ori, die „Hausberge“ von Georgioupolis
Wanderrouten abseits der Schluchten

Die weißen Berge (Lefka Ori) liegen praktisch in Sichtweite direkt vor der Haustür der Corissia-Hotels in Georgioupolis. Keine andere Region Kretas ist so abgeschieden und ursprünglich wie diese Bergregion. In der Vergangenheit waren die schwer zugänglichen Berge Rückzugsgebiet der Einheimischen vor Eroberern und dienten im Zweiten Weltkrieg den kretischen Rebellen als Versteck. Die Sfakioten gelten bis heute als unbeugsam und eigenständig.

Bis vor wenigen Jahren waren die verstreuten Bergdörfer im Norden nur zu Fuß oder mit dem Esel zu erreichen. An den steil abfallenden Hängen zur Südküste hin sind die meisten Orte sogar heute noch nur mit dem Boot erreichbar. Die inzwischen gut ausgeschilderten Wanderrouten in den „White Mountains“ abseits der touristisch überlaufenen Schluchtenwanderwege sind demnach jahrhundertealte Pfade mit echter Geschichte.

Die Askifou-Hochebene mit der Imbros-Schlucht

Die Askifou-Hochebene ist das größte und beliebteste Wandergebiet der Insel. Die Hochebene ist touristisch bestens erschlossen. Askifou bedeutet frei übersetzt „kleine Tasse“, denn genauso wirkt das Plateau in 700 Meter Höhe. Von Ihrem Hotel aus fahren Sie über die Passstraße nach Askifou und von dort aus zu einer der vier kleinen Ortschaften am Rand der Hochebene: Ammoudari, Goni, Kares und Petres.

Beginnen Sie mit dem Örtchen Kares und besuchen Sie dort das kleine Kriegs- Museum, in dem die Kriegsgeschichte Kretas anschaulich präsentiert wird. Nach einer Stärkung im südlichen Dorf Petres lassen Sie die Lefkoritis-Ressourts rechts liegen und wandern etwa zweieinhalb Kilometer zum Dörfchen Imbros, das bereits außerhalb der Askifou-Hochebene liegt. Bei einer Rast in der Taverne „Portofarago“ sitzen Sie auf handgefertigten Stühlen, in deren Lehnen die Umrisse der Insel Kreta mitsamt ihren vier Verwaltungsbezirken eingraviert sind.

Unterhalb der Taverne befindet sich der Startpunkt für eine Halbtageswanderung durch die üppig grüne Imbros-Schlucht, die mit sieben Kilometern zu den einfacheren Wanderstrecken zählt, obwohl sie streckenweise nur zwei Meter breit ist. Das Betreten der Schlucht kostet einen kleinen Obolus Eintritt. Am Ende der Tour, am südlichen Fuß der Weißen Berge angelangt, begrüßt Sie eine traumhafte Aussicht auf das Libysche Meer und den kleinen Hafen des Städtchens Chora Sfakion. Außerdem warten die zahlreichen Tavernen bereits darauf, Sie nach Ihrer Wanderung mit kretischen Köstlichkeiten zu bewirten.

Von den Tavernen aus wird der Rücktransport mit Pick-ups über die schmale Asphaltstraße organisiert. Genießen Sie die Fahrt durch die Berge nach oben. Früher war die Imbros-Schlucht die einzige Verbindung von der Südküste zur Askifou-Hochebene. Doch selbst für geübte Wanderer ist eine Schluchtenbegehung bergauf zu anstrengend.

Abseits der Samaria-Schlucht auf Omalos

Wenn sie die Samaria-Schlucht nicht im Pulk durchwandern möchten, dann erforschen Sie doch die dazugehörige winzige Hochebene. Die von Georgioupolis nur 35 Kilometer entfernte Stadt Chania ist der ideale Startpunkt für eine Bergwanderung zum Hochplateau Omalos. Von Chania aus führt einer der drei Zugänge zum Omalos-Plateau, der direkt ins namensgebende Gebirgsdorf Omalos mündet. Folgen Sie mit dem Auto dem befahrbaren Passweg nach oben. Das Omalos-Plateau ist eine kreisrunde Hochebene mit 15 Kilometern Durchmesser im westlichen Teil der Lefka Ori mit einigen kleineren Ortschaften.

Auf dem kleinen Plateau weiden Ziegen und Schafe. Wenn Sie die Hochebene queren wollen, nutzen Sie einen der zwei Schotterwege. Oder Sie entscheiden sich für eine Wanderung an den Plateaurändern entlang, mit den Berggipfeln im Rücken. Hier gibt es reichlich schattige Plätze und Ruhemöglichkeiten in den kleinen Dörfern. Machen Sie eine Pause in einem Kafenion, probieren Sie den köstlichen Käsekuchen und genießen Sie die Ursprünglichkeit der einfachen Lebensweise hoch oben in den Bergen Kretas.

2. Das Ida-Gebirge (Psiloritis): Kretas höchste Berge
Ein Paradies für Gipfelstürmer

Etwa 60 Kilometer in östlicher Richtung von Georgiopoulis entfernt beginnen die Ausläufer des Ida-Gebirges. Mit dem Auto sind Sie in einer Stunde dort. Versierte Gipfelstürmer machen sich bereits frühmorgens auf den Weg, dann, wenn es noch kühl ist und der Sonnenaufgang für eine fantastische Stimmung sorgt.

Mit 2456 Metern bildet das Psiloritis-Massiv den höchsten Punkt der Insel Kreta und ist beinahe schon als hochalpin zu bezeichnen. Rings um das Gebirge verbinden befestigte und unbefestigte Straßen die zahlreichen, kleinen Ortschaften an den Berghängen miteinander. In den abgeschiedenen Gebirgsorten haben sich viele Traditionen und Dialekte der stolzen Einheimischen erhalten. Ihre farbenfrohen Webarbeiten sind weltbekannt. Haben Sie schon alle Urlaubsmitbringsel zusammen? Ein handgewebtes Tuch ist eine wunderschöne Erinnerung.

Einige der gut ausgeschilderten Wanderwege des Ida-Gebirges gehören zum europäischen Fernwanderweg. Die meisten Ziele sind nur per pedes zu erreichen. Da gibt es zum Beispiel die Idäische Grotte, in der nach der griechischen Mythologie Göttervater Zeus seine Kindheit verbracht haben soll. Die Grotte befindet sich am westlichen Rand der Nida-Hochebene.

Oder Sie setzen sich die schwarze Kamares-Höhle zum Ziel Ihrer Wanderung, in der eine bestimmte, minoische Keramik zuerst entdeckt wurde. Vom Örtchen Kamares mit der Ausgrabungsstätte Phaistos am südlichen Abhang des Ida-Gebirges gelangen Sie nur zu Fuß an diesen geschichtsträchtigen Ort. Der Aufstieg dauert drei Stunden.

Für eine Tageswanderung durch die Nida-Hochebene lassen Sie sich am besten mit einem Auto vom Städtchen Anogia hinfahren und auch wieder abholen. Den Weg zum Gipfel bezwingen Sie mit Ausdauer und reichlich Trinkwasser. Neben der Gipfelkapelle befindet sich eine Wasserzisterne, deren Wasser Sie allerdings abkochen müssen. Wer Hin- und Rückweg nicht an einem Tag schafft, übernachtet in den als Schäferhütten angelegten Schutzräumen rings um die Kapelle und ruht sich am nächsten Tag in Anogia aus. Probieren Sie in dem verträumten Gebirgsort den einheimischen Ziegenkäse, der von den auf der Nida-Hochebene grasenden Ziegen stammt und für das lange Leben der Bewohner verantwortlich sein soll.

Eigentlich war das Psiloris-Massiv früher ein stark bewaldetes Gebirge. Durch jahrtausendelange Überweidung und Abholzung ist die Baumgrenze zurückgegangen. Kristallines Gestein und Geröll dominieren jetzt die Hänge und verleihen den Bergen einen staubigen Charme. Auf der Hochebene wachsen hauptsächlich Gräser, immergrüne Büsche und Sträucher und vereinzelte Bäumchen. Die im Süden beginnende Rouvas-Schlucht führt bis in den nördlich gelegenen Rouvas-Wald hinein, dem größten verbliebenen Kermeseichen-Waldgebiet Kretas.

3. Wandern im Dikti-Gebirge
Erholsame Einsamkeit rund um die Lassithi-Hochebene

Vielleicht haben Sie ja einen Flug nach Heraklion gebucht und planen von dort aus nach Georgioupolis weiterzureisen? Dann liegt das Dikti-Gebirge, rund 40 km südöstlich der Hauptstadt gelegen, in unmittelbarer Nähe. Aber auch als ein- oder mehrtägiger Ausflug lohnt sich die Anreise.

Mit dem 2148 Metern hohen, namengebenden Berg Dikti ist das Dikti-Gebirge der dritthöchste Gebirgszug Kretas und der am dünnsten besiedelte. In den wenigen Dörfern auf der fruchtbaren Lassithi-Hochebene leben hauptsächlich Viehbauern. Die alten Windmühlen mit ihren weißen Segeln entstanden vor rund 100 Jahren und dienten der Bewässerung – bevor sie von modernen Wasserpumpen abgelöst wurden. Die Höhenlagen sind vegetationslos und unbewohnt.

Freuen Sie sich auf unbeschwerte Wanderfreuden in der Einsamkeit der kargen Bergwelt. Nur an wenigen Orten werden Sie auf Touristen in größeren Megen stoßen. Zu den bekanntesten Zielen gehören das Marienkloster Kera Kardiotissa am Nordhang des Dikti-Gebirges sowie die „Zeus-Höhle“ genannte Diktäische Grotte, die vom Touristenort Psychro aus gut zu erreichen ist. Auch das Dikti-Gebirge kann nämlich mit einer Zeus-bezogenen Höhle aufwarten. Angeblich soll der Göttervater in der Höhle geboren worden sein, bevor er seine Kindheit im Ida-Gebirge verbrachte.

Start und Ziel Georgioupolis

Egal, wie weit Sie Ihre Wanderung von Ihrem Urlaubsort wegführt – unsere freundlichen Mitarbeiter erwarten Sie bei Ihrer Rückankunft im Hotel mit offenen Armen und geben Ihnen gern Tipps für Ihre nächste Wanderroute in die nähere Umgebung von Georgioupoulis.

Lassen sie sich auch von unserem kostenlosen Reiseführer inspirieren, der einige motorisierte Touren durch die Berge Kretas empfiehlt. Und wenn Sie eine Wanderpause machen und Ihre Füße im Meer abkühlen möchten, wartet der feine Sandstrand direkt vor der Haustür auf Sie.

Geschrieben von Claudia Göpel

Claudia bereiste viele Länder Europas per Schiff, Flieger oder Auto. Sie arbeitet nicht nur seit vielen Jahren als Autorin und Texterin, sondern beglückt obendrein die Menschen auf großen und kleinen Bühnen mit Clownerie, Ballons und Zaubertricks.

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