Corissia hotels & resort
Badeurlaub in Georgioupolis Kreta Griechenland

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Eine romantische, venezianisch geprägte Hafenstadt
Willkommen in Chania im Westen Kretas

Chania Kreta

Willkommen in der romantischen, venezianisch geprägten Hafenstadt im Westen Kretas.

Obwohl die Zweitausender der Weißen Berge nur wenige Kilometer Luftlinie vom Zentrum der zweitgrößten kretischen Stadt entfernt sind, scheint die Metropole West-Kretas ganz der Ägäis zugewandt.

Eine autofreie Promenade säumt das riesige Hafenbecken aus venezianischer Zeit. An ihr liegen nicht nur viele Cafés und Tavernen, sondern auch drei Museen, eine Moschee und große, teilweise noch intakte Schiffshallen. In ihnen ließen die Venezianer ihre Galeeren bauen, reparieren und für den Winter einlagern. Heute ist der Hafen stark verlandet. Fähren und Frachter passen nicht mehr hinein, nur Yachten, Ausflugs- und Fischerboote liegen an seinen Kais.

Gleich hinter der Uferpromenade beginnt das Gassengewirr der weitgehend autofreien Altstadt, säumen alte Stadtpaläste und hohe historische Mietshäuser die oft leicht gekrümmten Straßenzüge. Viele Kunsthandwerker und niveauvolle Geschäfte haben sich in der Altstadt niedergelassen, in manchmal dachlosen, romantischen Ruinen jahrhundertealter Häuser aus venezianischer Zeit spielen kretische Musiker den Gästen zum Abendessen auf.

In einer alten katholischen Kirche ist jetzt das Archäologische Museum untergebracht, eine andere Kirche besitzt wohl als einzige der Welt christlichen Glockenturm und moslemisches Minarett zugleich.

Gleich hinter der Uferpromenade beginnt das Gassengewirr der weitgehend autofreien Altstadt, säumen alte Stadtpaläste und hohe historische Mietshäuser die oft leicht gekrümmten Straßenzüge.

Landseitig ist die Altstadt von Chania noch nahezu vollständig von ihren mittelalterlichen Mauern umgeben, die man abschnittsweise auch betreten kann. Jenseits dieser Mauern breitet sich die Neustadt aus, die man als Urlauber allerdings kaum gesehen haben muss. Nur der Stadtpark mit seinem exzellenten Kaffeehaus und einem Sommerkino ist hier ein überaus lohnenswertes Ziel.

Am schönsten ist der Anblick Chanias vom Wasser aus. Um ihn zu genießen, haben Sie zwei Möglichkeiten: Entweder laufen Sie auf die lange Hafenmole hinaus oder Sie unternehmen eine kurze Bootsfahrt hinaus aufs Meer. Dann beeindruckt sicherlich auch Sie die Schönheit der alten Stadt vor der Kulisse von Orangenhainen und Hochgebirge.

Ein Tag in Chania
Rundgang durch die Altstadt

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1 Markthalle

Von Georgioupolis bis nach Chania sind Sie nur etwa 40 Minuten mit dem Linienbus unterwegs. Der Busbahnhof liegt in der Neustadt, etwa 10 Minuten von der Markthalle am Übergang zwischen Alt- und Neustadt entfernt. Folgen Sie vom Busbahnhof einfach der breiten Autostraße Kidonias nach rechts bis zu deren Ende und biegen Sie dann nach links in die Odos Apokoronos ein - schon stehen Sie vor dem schönen Gebäude. Ihre eigentliche Funktion als zentraler Markt für die Einheimischen hat die über 100 Jahre alte Halle zwar weitgehend eingebüßt, aber ein kurzer Bummel durch die kreuzförmig angeordneten Gänge lohnt trotzdem noch. Sie können hier vor allem Kräuter, Honig und andere kretische Kulinaria erstehen und auf jeden Fall einen guten Kaffee trinken.

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2 Kirche des hl. Nikolaos - Altstadtviertel Splantzia

Vom Nordausgang der Markthalle gehen Sie dann nach rechts durch die Odos Tsouderon und biegen zwei Minuten später nach links in die Odos Daskalogianni ein. Sie bringt sie zur volkstümlichen Platia 1821. An ihr steht die Kirche des hl. Nikolaos. Sie hat eine sehr wechselvolle Geschichte hinter sich, war erst Kirche, dann Moschee und wieder Kirche. Ihre Fassade spiegelt ihre Vergangenheit wieder: Links wird die Fassade von einem Kirchturm, rechts von einem osmanischen, vor kurzem restaurierten Minarett flankiert. Das gibt es auf der ganzen Welt wohl kein zweites Mal.

Zwischen der Kirche und dem Hafen erstreckt sich das besonders ursprünglich gebliebene Altstadtviertel Splantzia. Bummeln Sie hier einfach durch schmale Gassen kreuz und quer bis zum Wasser hinunter. Am Ufer angekommen, gehen Sie dann nach rechts und spazieren jetzt auf die 600 m lange Hafenmole hinaus, soweit Sie mögen. An ihrem Ende erwartet Sie übrigens ein venezianischer Leuchtturm.

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3 Hafenpromenade: venezianische Werfthallen, Großes Arsenal

Auf der anderen Seite der Hafeneinfahrt wacht das Fort Firkas. Es ist das Ziel des Spaziergangs, der Sie nun immer am Hafen entlang führt. Zunächst sollten Sie aber im Lounge Caffé des Yachtclubs von Chania eine Pause einlegen und auch bei schönstem Sonnenschein einen Blick hinein werfen: Drinnen sitzen Sie nämlich in einer alten, sehr schön restaurierten venezianischen Werfthalle. Kretische Kräutertees werden hier mit Honig gesüßt und auf Wunsch auch mit griechischem Safran gewürzt.

Nur 25 m vom Lounge Caffé entfernt steht in einer weiteren mittelalterlichen Werfthalle der seetüchtige Nachbau eines minoischen Schiffs. Mit kleinen Gefährten wie diesem haben die Kreter vor 3500 Jahren das östliche Mittelmeer und die Ägäis durchkreuzt. Und mit diesem Nachbau sind sie vor wenigen Jahren von Kreta bis nach Piräus gesegelt. Mutig, oder?

An der Hafenpromenade folgen nun weitere venezianische Werfthallen. Einige werden heute als Werkstätten und Lager genutzt. Direkt an sie anschließend erhebt sich das Große Arsenal, die Waffen- und Rüstkammer der Venezianer. 2002 hat man es exzellent restauriert. Heute beherbergt es das Mediterranean Architectural Center mit interessanten Wechselausstellungen. Das nächste sehenswerte Gebäude an der Hafenfront ist die markante Janitscharen-Moschee aus dem Jahr 1645. Pferdedroschken warten hier auf Gäste für Stadtrundfahrten, am Kai liegen kleine Ausflugsboote, die Sie für ein halbes Stündchen aufs Meer entführen.

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4 Hafen: Janitscharen-Moschee, Café- und Tavernenmeile, Fort Firkas

An der Janitscharen-Moschee beginnt erst richtig die Café- und Tavernenmeile des Hafens. Bummeln Sie an all den Lokalen vorbei bis zum Fort Firkas mit dem Nautischen Museum, das sich thematisch der griechischen Schifffahrtsgeschichte und auch der deutschen Besetzung während des Zweiten Weltkriegs widmet. Vor dem Eingang zum Fort laden zwei Cafés zur Rast mit schönstem Hafenblick ein.

Vom Eingang zum Fort gehen Sie die schmale Gasse Odos Angelou leicht bergan und biegen dann nach links in die schnurgerade Odos Theotokopoulou ein. Sie geht später in die Odos Zambeliou über. An beiden Gassen finden Sie zahlreiche schöne Geschäfte und kleine Lokale. Am Ende der Zambeliou gelangen Sie auf den Platz Platia Santrivani, der bis ans Wasser reicht. Hier biegen Sie nach rechts in die Odos Chalidon ein und besuchen nun zunächst einmal das Archäologische Museum in einer gotischen Kirche, bevor es um 15 Uhr schließt.

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5 Altstadt: Synagoge, Schiavo-Bastion, Ledergeschäfte

Danach ist es endlich Zeit für ein spätes Mittagessen. Vielleicht haben Sie ja auf Ihrem bisherigen Weg schon ein Lokal gesehen, in das Sie gern einkehren würden. In der unmittelbaren Umgebung der Platia Santrivani werden Sie auf jeden Fall fündig, ob Sie nun ausgiebig speisen oder nur einen Snack zu sich nehmen möchten. Anschließend gehen Sie die Odos Zambeliou wieder ein kurzes Stück zurück und biegen in die zweite Gasse nach links, in die Odos Kondilaki, ein. Ein kleiner Wegweiser macht Sie auf die nahe Synagoge Etz Hayyim aufmerksam, die Sie besichtigen können. Am Ende der Gasse können Sie auf die Schiavo-Bastion hinaufsteigen. Von dieser mittelalterlichen Bastion aus überblicken Sie weite Teile der Altstadt. Von der Bastion wieder herabgekommen, wenden Sie sich nach links und stehen erneut auf der Odos Chalidon, an der ja schon das Archäologische Museum lag. Sie gehen nach rechts und biegen kurz darauf in die Odos Skridlof ein, an der sich die Ledergeschäfte der Stadt konzentrieren.

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6 Stadtpark

Die Odos Skridlof bringt Sie zur Markthalle zurück. Wenn Sie noch fit und munter sind, steuern Sie zum Abschluss noch den Stadtpark an der breiten Tzanakaki-Straße an. Dorthin laufen Sie knapp zehn Minuten. In Gehegen sind stattliche Exemplare der kretischen Wildziege zu sehen, unter schattigen Bäumen aus aller Welt stehen Bänke. Highlight des Parks ist sein traditionelles Kaffeehaus "O Kipos", in dem Ihnen der griechische Mokka noch ganz traditionell im Kupferkännchen serviert wird. Orientalische Kuchen wie Kataifi und Baklava stehen neben Torten zur Auswahl. Vielleicht probieren Sie ja auch einmal die Glika koutaliou, in Sirup eingelegte Früchte und Gemüse. Aber auch wenn Ihnen der Sinn mehr nach Champagner steht, werden Sie hier fündig.

Vom Stadtpark zurück zum Busbahnhof gehen Sie 10-15 Minuten. Wenn Sie im Stadtpark auch noch eine Vorstellung im Sommerkino besuchen möchen, müssen Sie sich allerdings für den Rückweg nach Georgioupolis ein Taxi nehmen...

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Kretas Museen
Archäologisches Museum in Chania

Archäologisches Museum Chania in Google Maps öffnen

Ein schöneres Museumsgebäude als die ehemalige venezianische Franziskanerkirche im gotischen Stil gibt es auf ganz Kreta nicht. In ihr ist einiges von dem untergebracht, was die Archäologen in den letzten 100 Jahren in Chania und Umgebung fanden. Das einmalige Ambiente dieses Archäologischen Museums wird noch durch den kleinen Außenhof gesteigert, der früher Teil des Kreuzgangs war. Für eine Besichtigung des Museums sollten Sie mindestens 30 Minuten einplanen.

Fast schon sensationell ist ein Siegel aus der zweiten Hälfte des 15. Jh. v.Chr., das in der Vitrine 10 am ersten linken Pfeiler des Mittelschiffs ausgestellt ist. Es ziert übrigens auch die Vorder- und Rückseite des an der Kasse kostenlos ausgegebenen Museumsprospekts. Das Siegel zeigt ein mehrgeschossiges, minoisches, von Stierhörnern bekrönten Gebäudeensemble mit zwei Toren. Es wirkt wie eine kleine Stadt. Archäologen vermuten, dass hier das minoische Chania dargestellt ist, das den niedrigen Hügel unmittelbar am Hafen einnahm.

Das archäologische Museum in Chania

In der gleichen Vitrine liegen unter diesem noch verschiedene andere Siegel mit unterschiedlichen Motiven, darunter fast schon modern anmutende Darstellungen von Menschen und Tieren. Ein ganz besonderes Objekt ist ein 8 cm langer Tonkeil mit 12 Siegelabdrücken, der wohl einst eine besonders große Pergamentrolle verschloss.

In der Mitte des Hauptschiffs ziehen dann 60 Stierfiguren aus Ton den Blick auf sich. Sie stammen aus der Zeit zwischen etwa 400 v.Chr. und 200 n.Chr., sind unterschiedlich groß und waren ursprünglich bemalt. Gefunden wurden sie in einem Poseidon-Heiligtum in Westkreta, in dem der Meeresgott vor allem als Fruchtbarkeitsgott und als der Erbeben versendende Erderschütterer verehrt wurde. Die Stierstatuetten waren Opfergaben, die die Menschen stellvertretend für teure lebende Stiere oder in Erinnerung an ein tatsächlich erfolgtes Stieropfer aufgestellt waren.

Der Boden des hinteren Mittelschiffs ist mit römischen Mosaiken aus dem 3. Jh. bedeckt. Sie wurden nahe der Markthalle von Chania freigelegt. Eins zeigt, wie Gott Dionysos in Begleitung eines Satyr die schlafenden Ariadne am Strand von Naxos findet. In den Ecken sind die vier Jahreszeiten personifiziert. In den rechteckigen Außenfeldern sind Szenen und Figuren aus Komödien des in jener Zeit besonders geschätzten griechischen Komödiendichters Menander dargestellt. Ein zweites, nur teilweise erhaltenes Mosaik zeigt den auf einem Panther reitenden Dionysos, ein drittes die von einem Satyr angegriffene Amymome, der der Gott Poseidon zur Hilfe kommt. Oberhalb davon liegt ein schönes, kleines Hahnenkampfmosaik.

Info: Odos Chalidon 25, Altstadt von Chania, Tel. 28210 90304, April - Oktober täglich 8-20 Uhr, November - März dienstags bis sonntags 8-15 Uhr, Eintritt 4 Euro, Schüler frei, Studenten und Senioren ab 65 Jahren 2 Euro. Von November bis März ist der Eintritt für Alle am ersten Sonntag jeden Monats frei.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Archäologischen Museums in Chania

Kretas Museen
Das nautische Museum in Chania

Nautisches Museum Chania in Google Maps öffnen

Das einzige Schifffahrtsmuseum unserer Insel ist der auffällige dunkelrote Bau am westlichen Ende des Hafens. Hier sehen Sie Einiges, was Ihnen helfen kann, das alte Chania besser zu verstehen. Wenn Sie sich auf die wesentlichen Ausstellungsobjekte im zweigeschossigen Haus konzentrieren, benötigen Sie für einen Besuch kaum mehr als eine halbe Stunde.

Saal II im Erdgeschoss beherbergt das sehr anschauliche Modell einer venezianischen Galeere aus dem 16. Jh. Mit solchen Schiffen durchkreuzten die Venezianer das Mittelmeer, solche Schiffe lagen auch im Hafen von Chania. Segel wurden auf ihnen nur bei guten Winden gesetzt. Ihr 'Motor' waren 220-260 Rudersklaven. Sie saßen auf langen Bänken auf offenem Deck, Wind und Wetter ausgesetzt. Oft waren sie auch noch angekettet und wurden mit Peitschenhieben zu größerer Leistung angetrieben. In der Regel waren sie von den Venezianern auf ihren Beutezügen überwältigt oder auf den Sklavenmärkten des Mittelmeers gekauft worden. Wichtigste Waffe an Bord war der lange Rammsporn am Bug. Kanonen gab es nur wenige. Sie wurden erst kurz vor der Begegnung mit dem Feind installiert und in der Regel nach vorn abgefeuert.

Das nautische Museum in Chania

Für den Winter mit seinen gelegentlichen Unwettern und Stürmen brachten die Venezianer ihre Schiffe in großen Werfthallen direkt auf dem Kai in Sicherheit. In Chania gab es 17 oder 18 davon. Sieben sind noch erhalten, Sie können sie während ihres Stadtrundgangs sehen. Das Modell einer venezianischen Werfthalle in Saal II zeigt eine davon in ihrem ursprünglichen Zustand.

Vor Ihrem Besuch im Museum haben Sie ja schon Einiges in Chania gesehen. Manches werden Sie nun ebenfalls in Saal II an einem Modell der spätmittelalterlichen Stadt im Maßstab 1:500 gut wiedererkennen.

Wenn Sie sich für antike Geschichte interessieren oder auch nur im Geschichtsunterricht an der Schule gut aufgepasst haben, wird Saal VI im Erdgeschoss für Sie von besonderem Interesse sein. Hier wird mit Hilfe von Modellen der Verlauf großer historischer Seeschlachten nachvollziehbar. Auch bereit liegende, kostenlose Erklärungsblätter auf Englisch helfen dabei.

Vielleicht beschränken Sie sich auf das Studium der wichtigsten dieser Schlachten: Die Schlacht von Salamis im Jahr 479 v.Chr. Damals bedrohten die Perser Athen und damit ganz Griechenland, letztlich sogar ganz Europa. An Land waren die Hellenen bereits geschlagen, hatten die Perser die Athener Akropolis zerstört. Die endgültige Entscheidung musste die Seeschlacht bringen. Die Athener und ihre Verbündeten schmiedeten einen genialen Plan. Sie lockten die Perser in eine Meerenge zwischen dem attischen Festland und der vorgelagerten Insel Salamis. Dort griffen sie sie mit kleinen, sehr wendigen Schiffen an und schlugen sie mutig in die Flucht. Athen und das Abendland waren gerettet...

Von einer anderen Schlacht erzählt eine Ausstellung im Obergeschoss, die Deutsche und Österreicher besonders betrifft. Zahlreiche Fotos, Zeitungsausschnitte und militärische Karten schildern genau den Verlauf der Schlacht um Kreta im Jahr 1941 und die anschließende Zeit der deutschen Besetzung der Insel. Uniformen und Ausrüstungsgegenstände von Soldaten und Partisanen ergänzen die sehr informative und sachliche Ausstellung. Sie erhebt keine Vorwürfe, sondern will zeigen, was war.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Nautischen Museums in Chania

Kretas Museen
Das minoische Schiff von Chania

Lage des minoischen Schiffs in Google Maps

Der Reichtum und Wohlstand Kretas im 2. Jahrtausend v.Chr. basierte nicht nur auf der Fruchtbarkeit der Insel, sondern auch auf dem intensiven Handel, den die Minoer im östlichen Mittelmeer betrieben. Aber wie sahen ihre Schiffe aus? Kein einziges Wrack eines minoischen Schiffes wurde bisher gefunden, sondern nur Darstellungen auf Wandmalereien. Sie aber können jetzt ein minoisches Schiff sehen - in einer venezianischen Werfthalle am Hafen von Chania!

Dieses Schiff hat seine Seetüchtigkeit im Olympiajahr 2004 unter Beweis gestellt. Mit einer Besatzung von 12 Männern und Frauen verließ es am 29. Mai den Hafen von Chania. Zwischenstationen waren die kretische Rodopos-Halbinsel, die Inseln Antikythira und Kythira, die peloponnesischen Häfen Monemvassia und Kyparissi, danach die Inseln Spetses, Hydra und Poros, Methana auf dem Peloponnes und schließlich die Insel Ägina. Am 24. Juni war das Ziel erreicht: Athens Hafenstadt Piräus. An insgesamt zehn Reisetagen hatte man 210 Seemeilen zurückgelegt. Nur mit Rudern schaffte man 2,4 sm/Std., mit Rudern und Hilfssegel 3,2 sm/Std. Das Wetter spielte mit: Der Wind wehte nie kräftiger als mit 3 Beaufort.

Das minoische Schiff von Chania

Begonnen hatte die Entwicklung dieses experimentellen Schiffes im Jahr 2001. Griechische Schiffsarchäologen und andere Wissenschaftler gingen davon aus, dass das minoische Schiff die Weiterentwicklung eines Floßes wie dem Thor Heyerdahls war. Sie mussten sich überlegen, wie es den Minoern gelang, aus einem ganz flachen Gefährt einen halbzylindrischen, seetüchtigen Schiffskörper zu schaffen. Sie entwickelten ihre Ideen mit der Hilfe von 3-D-Animationen zunächst am Computer und ließen schließlich ein Modell im Maßstab 1:5 anfertigen.

Kiellegung, also Baubeginn, für das Schiff selbst war dann im Dezember 2002. Die Wissenschaftler arbeiteten dabei mit den Schiffszimmerleuten einer traditionellen kretischen Bootswerft zusammen. Zum Kiel wurde ein 22 m langer Zypressenstamm gebogen. Die Zypressenbretter, die den Schiffsrumpf bilden sollten, wurden zunächst flach daneben ausgebreitet.

Dann begann das schrittweise Aufrichten. Zusammengehalten wurden die Bretter mit Tauen und hölzernen Nägeln. Nach der Aufrichtung der Seitenwände wurde die gesamte Konstruktion durch Querbalken versteift und schließlich die Bordwand durch zwei gebogene Zypressenstämme umklammert. Die Bretter wurden mehrfach mit Naturfarben und in Fett und Baumharz getränkten Tüchern seewasserfest abgedichtet. Am 1. Dezember 2003 erfolgte der Stapellauf.

In der Ausstellung in der Werfthalle in Chania können Sie um das Schiff herumgehen und einen Blick von oben hineinwerfen. Sie sehen viele Fotos vom Bau, die einfachen Werkzeuge, mit denen das Schiff zusammengezimmert wurde. Außerdem können Sie sich auch ein Video über die Fahrt von Chania nach Piräus anschauen. Abschließend werden Sie froh sein, dass man heute nicht mehr mit solchen Schiffen nach Kreta reisen muss!

Die Venizelos-Gräber bei Chania

Venizelos-Gräber in Google Maps öffnen

Hoch über Chania sind am Ansatz der Akrotiri-Halbinsel die kretischen Staatsmänner Eleftherios und Sofoklis Venizelos (1864-1936 und 1894-1964) bestattet. Auf einer großen Terrasse vor einem kleinen Kirchlein, das dem Propheten Elias geweiht ist, sind die Gräber von Vater und Sohn ins Pflaster eingelassen. Der Blick vom schönen Park mit Pinienwäldchen reicht weit über Chania hinaus bis zu den Weißen Bergen und entlang der Küste bis zur Rodopou-Halbinsel.

Eleftherios Venizelos hatte seinerzeit den Wunsch geäußert, hier beigesetzt zu werden: An dieser Stelle war während des letzten, von ihm angeführten Aufstands gegen die osmanische Herrschaft im Januar 1897 die griechische Flagge gehisst worden. Die Geschosse europäischer Kriegsschiffe zerfetzten den Fahnenmast.

Daraufhin nahm der Kreter Spiros Kayales die Flagge in seine Hände und hielt sie selbst wie ein Fahnenmast in die Höhe. Die Europäer stellten daraufhin die Beschießung ein. 1997 wurde diesem 'Helden von Akrotiri' eine monumentale Bronzestatue errichtet, die jetzt nur wenige Schritte von den Gräbern entfernt weithin sichtbar steht. Das Geschoss eines russischen Kriegsschiffs traf auch die alte Elias-Kirche. Nach dem Glauben vieler Kreter war es kein Zufall, dass sich später auf dem Kriegsschiff eine tödliche Explosion ereignete...

Die Inschrift am Venizelos-Grab zitiert aus einer Rede von Eleftherios Venizelos:

Liebe Freunde, der hier Verschiedene war ein wirklicher Mann mit hohem Mut und großem Vertrauen in sich selbst und in die Menschen, die er regierte. Vielleicht machte er Fehler, aber nie fehlte ihm Mut und nie überließ er sich dem Schicksal, weil er es nie zulassen wollte, dass das Schicksal die Geschicke seines Landes bestimmt. Im Gegenteil, er baute auf all das Feuer, das er in sich hatte, auf seine geistige und körperliche Stärke...

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