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Entdecken Sie ein Naturwunder auf Kreta
Die Samaria-Schlucht: der Gran Canyon Europas

Der Gran Canyon Europas: die Samaria-Schlucht auf Kreta

Eine der Hauptattraktionen in der malerischen Natur Kretas ist die Samaria-Schlucht, die zuweilen auch als "Gran Canyon Europas" bezeichnet wird. Als eine der längsten Trekking-Schluchten des Kontinents ist sie wahrhaftig außergewöhnlich und zieht viele Wanderer in ihren Bann. Die Schlucht ist Teil des europäischen E4-Wegs und weist eine Länge von 16 Kilometern auf.

Top-Sehenswürdigkeit im Westen Kretas

Die Samaria-Schlucht befindet sich im Süden Westkretas in einer sehr dünn besiedelten Region, die zum Regionalbezirk Chania gehört. Sie zieht sich entlang der majestätischen Omalos-Hochebene westlich der imposanten Weißen Berge bis zum blauen Libyschen Meer. Direkt am Ausgang der Schlucht findet sich mit Agia Roumeli ein charmanter Hafenort.

Vertikal zur Samaria-Schlucht verlaufen viele kleinere Schluchten, die sich nur mit einer umfangreichen Ausrüstung begehen lassen. Für die Samaria-Schlucht benötigen Sie allerdings keine spezielle Wanderausrüstung. Festes Schuhwerk sollten Sie dennoch tragen, um diese Top-Sehenswürdigkeit sicher sowie komfortabel zu erkunden.

Samaria Schlucht in Google Maps öffnen

Video: Wanderung durch die Samaria-Schlucht auf Kreta von phototravellers.de

Aufbrechen zu einer wunderschönen Wanderung

Die offizielle Länge der Schlucht von 16 Kilometern bezieht sich auf den Wanderabstand von der Siedlung Omalos nördlich des Plateaus bis zum Dorf Agia Roumeli. Sie betreten am nördlichen Eingang die Schlucht, die dort eine Höhe von 1.250 Metern aufweist. Von dort geht es gen Süden bis an die Ufer des Libyschen Meeres in Agia Roumeli. Eine Wanderung von rund 13 Kilometern durch den Samaria-Nationalpark erwartet Sie. Weitere drei Kilometer fallen für den Weg von Agia Roumeli aus dem Park an. So beträgt Ihre gesamte Wanderroute 16 Kilometer.

Wie viel Zeit Sie dafür benötigen, hängt natürlich von Ihrem eigenen Tempo ab. Zwischen vier und sieben Stunden sollten Sie einkalkulieren, weswegen Sie für den Besuch der Samaria-Schlucht einen Tagestrip einplanen sollten. Einige Urlauber kommen sogar nur wegen der beeindruckenden Schlucht nach Kreta.

Samaria Schlucht Kreta

Das Vergnügen beginnt in Xyloskala

Der nördliche Einstieg in die Schlucht trägt den bizarren Namen Xyloskala. Er wird dominiert von einem 2000 Meter hohen Berg – dem heiligen Gigilos. Die ersten sieben Kilometer laufen Sie nur bergab, wobei Sie rund 900 Höhenmeter zu überwinden haben. Auf diese Weise gelangen Sie ins Innere der Bergwelt, die bereits vor 13 Millionen Jahren entstand. Was für eine Erdgeschichte! Prägend für dieses Gebiet ist ein Wald mit sehr alten Zypressen und Pinien, die an den ersten Kilometern des Wanderwegs stehen. Sie sind Teil eines bedeutenden Ökosystems, welches mit dazu beiträgt, dass diese Region seit 1962 ein Nationalpark ist. Inzwischen ist der gesamte Park 4850 Hektar groß und die Samaria-Schlucht stellt das Herz dieses Ortes dar.

Mit jedem Schritt nähern Sie sich dem trockenen Flussbett, in dem sich riesige Steine stapeln. Diese magische Szenerie sorgte unter anderem für Geschichten, die von Feen und Freiheitskämpfern handeln. Sie sollen sich – der Legende nach – in der Schlucht verbergen. Nach knapp acht Kilometern gelangen Sie zum verlassenden Dorf Samaria. In den alten Steinhäusern lebten Familien noch bis zum Jahr 1965. Dem Tourismus zuliebe wurden sie schließlich umgesiedelt.

Das eindrucksvollste Stück der Wanderung

Hinter dem einstigen Dorf Samaria erwartet Sie zweifelsohne der aufregendste Teil Ihrer Wanderung: Die Felswände türmen sich auf beiden Seiten bis zu hundert Meter auf. In einem orangefarbenen Ton leuchten sie in der Sonne und erzeugen so ein fantastisches Bild. Einige der Felswände weisen skurrile Musterungen mit schwarzen Streifen auf, die an das Fell eines Tigers erinnern.

Vielfach wird der Wanderweg durch große Steine dominiert. Wasser hat die Steine über Millionen Jahre hinweg sehr glatt geschliffen. Inzwischen ist jedoch keines mehr vorhanden. Erst nach der Eisernen Pforte – dem berühmtesten Punkt der Wanderung – trägt das Flussbett wieder ein wenig Wasser. Das Eiserne Tor ist deshalb so beeindruckend, weil es mit drei Metern die engste Stelle der Schlucht ist. Zum Abschluss der Wanderung überqueren Sie auf Holzleitern den Fluss Tarraios. Darauf folgt ein Pfad, der sich eng an die dramatisch steilen Felsen anschmiegt. Letztlich offenbart der Ausgang der Schlucht einen faszinierenden Blick aufs Meer. Vom Dorf Agia Roumeli können Sie die Rückreise zu Ihrer Unterkunft antreten. Vorab bieten sich ein kühles Getränk und ein stärkendes Gericht in einer der Tavernen des Örtchens mit Aussicht auf das Wasser an.

Samaria Schlucht Kreta

Das Informationszentrum im Nationalpark der Weißen Berge

Im Rahmen einer Wanderung durch die Samaria-Schlucht gehen einige Besucher an dem Informationszentrum des Nationalparks vorbei. Doch es lohnt sich wirklich, dieses zu besuchen. In ihm stehen 32 Plakate, die sich mit Themen wie Landschaft, Ökosystem, Tieren, Pflanzen und menschlichen Aktivitäten befassen. Auf diese Weise erfahren Sie mehr über die herrliche Landschaft und ihre Eigenheiten. Zudem finden in dem Informationszentrum häufig Ausstellungen statt. Um das Zentrum herum ist ein botanischer Garten angelegt, zu dem ein botanischer Pfad sowie Erholungszonen gehören. Sie können die Pflanzen bestaunen und im Schatten der Bäume ein wenig entspannen.

Ein Naturwunder mit kultureller Bedeutung

Zweifelsohne ist die Samaria-Schlucht ein Wunder der Natur. Zugleich verfügt sie über eine spannende kulturelle Geschichte. Im 19. Jahrhundert versuchten sich die Griechen im Rahmen von großen Kämpfen von der osmanischen Herrschaft zu befreien. In dieser Zeit erlangte die Schlucht eine wichtige strategische Bedeutung. Die Rebellen konnten sich in ihr verstecken und dabei weitere Pläne schmieden. Dies blieb vom Feind nicht ungesehen, aber er schaffte es nie, die Schlucht einzunehmen.

Nur wenige Jahrzehnte später schrieb die Samaria-Schlucht erneut Geschichte. Ende Mai des Jahres 1941 floh der griechische König Georg II. mit seinem Ministerpräsidenten Emmanouil Tsouderos durch das Flussbett zur Südküste. Die deutsche Wehrmacht war ihnen auf den Fersen. Von der Südküste nahmen die Regierungsvertreter Griechenlands ein Boot, um mit Unterstützung der Briten nach Ägypten zu gelangen. Flüchtlinge und Partisanen des Zweiten Weltkriegs verbargen sich in der Schlucht und konnten von den deutschen Besatzern nicht aufgespürt werden.

Die Samaria-Schlucht verdeutlicht zudem die enge Beziehung vieler Einheimischer zu Gott. Entlang des eingeschnittenen Tals befinden sich etwa zehn Kapellen der griechisch-orthodoxen Kirche. Einige von ihnen sind bereits sehr zerfallen, während andere noch verhältnismäßig gut erhalten sind.

Hinweise zur Vorbereitung

Wenn Sie die Samaria-Schlucht erkunden möchten, sollten Sie gutes Schuhwerk tragen. Einen Rucksack mit Verpflegung müssen Sie nicht mitnehmen. Es gibt zwar keinerlei Verkaufsstände an dem Wanderweg, aber die zahllosen Quellen bieten erfrischendes Wasser. Der Bachlauf versorgt übrigens auch den Hafenort Agia Roumeli mit Trinkwasser. Der Wanderweg ist nicht sehr anspruchsvoll, weswegen er sich sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene eignet. Kleine Kinder oder Menschen mit Gehbehinderungen sollten sich jedoch nicht zu einem Trip durch die Samaria-Schlucht aufmachen.

Wer sich den kompletten Wanderweg nicht zutraut, der kann mit der Fähre von Chora Sfakion nach Agia Roumeli fahren. Von dort können Sie vier Kilometer zur Eisernen Pforte wandern. Fotos dürfen Sie selbstverständlich überall schießen. Um sie anschließend mit Freunden und Familien per Mobilgerät zu teilen, müssen Sie jedoch ein wenig warten, denn in großen Teilen der Samaria-Schlucht gibt es keinen Empfang für Mobiltelefone. Daher können Sie sich ganz auf Ihre Wanderung konzentrieren und erst im Anschluss in Ruhe Ihre eindrucksvollen Fotos versenden.

Tipps für einen Besuch der Samaria-Schlucht

In der Regel ist ein Betreten der Samaria-Schlucht zwischen dem 1. Mai und dem 31. Oktober eines jeden Jahres möglich. Die Tore öffnen um sechs Uhr morgens und schließen um 15 Uhr. Damit tatsächlich alle Besucher die Sehenswürdigkeit sicher verlassen haben, wird der Autritt aus dem Schluchtgebiet dokumentiert. Für den Eintritt fällt eine kleine Gebühr an.

Ob Frühling, Sommer oder Herbst: Ein Besuch der Schlucht ist immer lohnenswert. Sehr schön ist der Frühling, da die Tagestemperaturen mild und die Vegetation üppig sind. Im Sommer kann es tagsüber heiß werden, weswegen Sie möglichst früh zur Wanderung aufbrechen sollten. Im Herbst sinken die Temperaturen wieder ein wenig, wodurch sich das Trekking angenehmer gestaltet.

Es existieren organisierte Touren zur Samaria-Schlucht. Ein Bus holt Sie in Ihrer Unterkunft ab und bringt Sie nach Omalos oder zur Fähre in Chora Sfakion. Natürlich können Sie sich auch auf eigene Faust dorthin aufmachen. Ihnen stehen Mietwagen, Inselbusse und Fähren zur Verfügung.

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