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Badeurlaub in Georgioupolis Kreta Griechenland

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Entlegene Dörfer und einsame Täler
Eine Tour durch die Weiße Berge ab Georgioupolis

Eine Tour durch die Weiße Berge Kretas
'Entlegene Dörfer und einsame Täler'

Georgioupolis - Askifou Hochebene - Kares - Imbros - Asfendou - Kallikratis - Myriokefala - Argyroupolis (ca. 80 km)

Diese entspannte, aber kurven- und aussichtsreiche Tour führt Sie rund um die beiden etwa 1500 m hohen Bergstöcke des Fourni und des Agathes. Sie kommen in weltabgeschiedene Dörfer auf winzigen Hochflächen, in denen nur noch eine Handvoll Menschen leben, werfen einen vielleicht Ihren Wanderappetit anregenden Blick in die Imbros-Schlucht, besuchen ein sehr sehenswertes privates Kriegsmuseum und einen bedeutenden Marienwallfahrtsort. Urige Kafenia liegen am Wegesrand, und zum Abschluss können Sie in Argyroupolis nicht nur gut Forelle oder Stör essen, sondern auch einen kleinen Spaziergang unternehmen und einzigartige Naturprodukte erstehen.

Über Vrysses auf die Askifou-Hochebene

Sie verlassen Georgioupolis über die Eukalyptusallee und nehmen dann vor Vrysses die für LKW ausgewiesene Ortsumgehung in Richtung Chora Sfakion. Die gute Straße schraubt sich auf die in 730 m Höhe gelegene Askifou-Hochebene hinauf, ein Herzstück der Landschaft Sfakia. Kurz hinter der Passhöhe können Sie gut anhalten und den Blick über die gesamte Hochebene genießen. Dank eines hohen Grundwasserspiegels ist sie recht fruchtbar, Äcker und Felder werden bis heute bestellt. Angebaut werden vor allem Wein und Getreide, mit Unterstützung der EU ist eine kleine Möbelfabrik entstanden, in der fünf Menschen Arbeit finden. Ihrem Aussichtspunkt gegenüber sehen Sie eine von zwei osmanischen Festungen, von denen aus die Türken bemüht waren, die stets aufrührerischen Sfakioten in Schach zu halten. Auf der gesamten Hochebene leben in vier Dörfern noch etwa 400 Menschen.

Die Paßstraße senkt sich dann ins erste dieser Dörfer, Kares, hinab. Hier sollten Sie sich unbedingt 20 Minuten zum Besuch des privaten War Museum (Kriegsmuseums) nehmen - und vielleicht auch ein wenig von einer der ganz nahen Schaukeln aus die Landschaft betrachten.

Askifou Hochebene Kreta

'War Museum' in Kares auf der Askifou-Hochebene

Das kleine Dorf auf der Askifou-Hochebene am Weg von der Nordküste nach Chora Sfakion ist einen Stopp wert, weil es hier ein zwar kleines, aber in seiner Originalität beeindruckendes Museum gibt, das an den Zweiten Weltkrieg erinnert. Sein Gründer, Georgios Chatzidakis (1931-2007), erlebte die deutsche Besetzung Kretas als junger Teenager mit. Schon bald nach Kriegsende begann er, überall auf der Insel nach Relikten aus jener Zeit zu suchen und sie in seinem Heimatdorf zusammenzutragen. Heute zählt die täglich geöffnete Ausstellung über 2000 Objekte, aus denen der Sammler eigenartig ästhetisch anmutende Zäune und andere an Kunst erinnernde Installationen zusammengefügt hat. Gewehre, Pistolen und Maschinengewehre gehören ebenso dazu wie intakte und durchlöcherte Stahlhelme, Feldflaschen, Tellerminen, Granaten und Benzinkanister. Besonders nachdenklich stimmen persönliche Utensilien der Soldaten: Löffel, Gabeln und Kaffeemühlen zum Beispiel. Zu sehen sind auch rostige Fahrräder der Marke 'Bismarck' und ein arg beschädigter Propeller eines Sturzkampfbombers (Stuka). Andreas, der Sohn des Museumsgründers, und seine Frau Katarina setzen die Arbeit des Vaters fort und begleiten den Besucher beim Rundgang, an dessen Ende sie für eine Spende dankbar sind.

Doch wie war das eigentlich mit dem Krieg? Im Oktober 1940 forderte der italienische Diktator Benito Mussolini Griechenland zur bedingungslosen Kapitulation auf, weil er das Land besetzen wollte. Der damalige griechische Diktator Metaxas antwortete mit einem klaren Nein. Das wird heute noch alljährlich am 28. Oktober im Rahmen eines Nationalfeiertags als 'megalo istoriko ochi', also als 'Großes historisches Nein', gefeiert. Nach diesem Nein wollten italienische Truppen von Albanien aus nach Griechenland vordringen. Das griechische Militär konnte sie weit nach Albanien hinein zurückdrängen.

Hitler wollte eine italienische Niederlage nicht zulassen. Im April 1941 griff die deutsche Wehrmacht in die Kämpfe ein und besetzte binnen weniger Monate das gesamte griechische Festland und viele Inseln. Die in Griechenland stationierten, 33 000 Mann starken britischen Truppen und 10 000 griechische Soldaten zogen sich nach Kreta zurück. Am 20. Mai begann daraufhin eine deutsche Luftlande-Operation, die als erstes Ziel die Eroberung der drei von den Briten gehaltenen Flugplätze von Maleme, Rethimno und Iraklio hatte. Auch auf die kretischen Städte wurden viele Bomben abgeworfen. Am Monatsende war Kreta von den Nazi-Truppen besetzt. Viele Briten konnten sich in spektakulären Aktionen, von der kretischen Bevölkerung todesmutig unterstützt, an die Südküste durchschlagen und von dort mit Schiffen und U-Booten nach Ägypten gebracht werden.

Die Nazi-Truppen stießen jedoch während der ganzen Besatzungszeit auf heftigen Widerstand durch Partisanen und beantworteten deren Anschläge mit grausamen Massenerschießungen unbeteiligter Männer, Frauen und Jugendlicher. Im September 1944 zogen sich die letzten deutschen Truppen in den äußersten Westen Kretas zurück und blieben dort von den Briten bis Kriegsende nahe unbehelligt.

An die griechischen Opfer des Krieges erinnern Gefallenendenkmäler in nahezu allen Dörfern. Gefallene deutsche Soldaten sind auf dem Deutschen Soldatenfriedhof von Maleme beigesetzt worden, gefallene britische und Commonwealth-Soldaten auf dem Souda War Cemetery bei Chania.

kriegsmuseum kares kreta

kriegsmuseum kares kreta

Das Dorf Imbros

Zurück auf der Hauptstraße, lassen Sie nun zunächst die Abzweigung nach Kallikrates links liegen und fahren noch weiter ins Dorf Imbros. Parken Sie an der Taverne 'Porofarago', wo Sie ein hölzernes Schild auf den 'Main Entrance' zur Imbros-Schlucht aufmerksam macht. Sie zu durchwandern, sollten Sie sich besser für einen anderen Tag vornehmen. In der Taverne Porofarago können Sie kurz rasten, um sich die Lehnen der in einer kretischen Werkstatt gearbeiteten Stühle genauer anzuschauen: Sie sind mit den Umrissen der Insel verziert. Markiert sind auch die Grenzen zwischen den vier Verwaltungsbezirken, in die Kreta traditionell untergliedert ist: Chania, Rethimno, Irakliio und Lassithi (Ost-Kreta).

Stuhl mit Umrissen der Insel Kreta

Die Imbros-Schlucht

Die etwa 2,5-3-stündige Wanderung durch die Imbros-Schlucht ist auch schon im frühen Frühjahr möglich, wenn die Samaria-Schlucht aus Sicherheitsgründen noch für Besucher gesperrt ist. Sie ist relativ leicht, führt fast nur bergab und ist auch für Familien mit schulpflichtigen Kindern gut geeignet. Man kann An- und Abreise auch mit dem Linienbus gestalten. Die Wanderung beginnt am südlichen Ende des Dorfes Imbros (ca. 25 km von Georgioupolis) unterhalb der Taverne Porofarago auf etwa 700 m Höhe und endet nahe dem Libyschen Meer im Weiler Komitades mit seinen vielen bestens auf die Wanderer eingestellten Tavernen. Die Tavernenbesitzer organisieren auch den Rücktransport der Wanderer zum Ausgangspunkt in Imbros. Sie nehmen dafür etwa 20 Euro/Fahrzeug; teilweise nehmen die Fahrgäste auf der Ladefläche eines Pick-ups Platz. Der Eintritt zur Schlucht beträgt 2 Euro; das Geld wird für die Pflege und Reinigung des Wanderpfads verwendet. Außerdem werden davon die beiden Wärter bezahlt und das Futter für den Esel, der für Notfälle in der Schlucht stationiert ist.

Die Imbros-Schlucht ist etwa 7 km lang. Als es noch keine Asphaltstraße gab, war der Weg durch die Schlucht die einzige Verbindung zwischen der Askifou-Hochebene und Chora Sfakion. An der engsten Stelle ist die Schlucht nur etwa 2 m breit, die steilen Hänge und der Talgrund sind üppig grün, obwohl durch die Schlucht fast nie Wasser fließt. Zu den auffälligsten Blühpflanzen gehören je nach Jahreszeit Asphodelien, Ginster, Keuschlammstrauch, Aronstab, Schlangenwurz und Alpenveilchen, unter den Bäumen dominieren Steineichen, Johannisbrot, Zypressen und Ahorn.

Imbros Schlucht Kreta

Asfendou - Kallikratis

Anschießend kehren Sie zur Abzweigung nach Kallikratis zurück und fahren nun durch eine besonders einsame Landschaft, in der im April und Mai zahllose Asphodelien blühen. In einem winzigen Hochtal liegt der Weiler Asfendou.

Über einen weiteren Pass geht es dann hinüber in die etwas größere Hochebene von Kallikratis mit vielen kleinen Rebgärten, zwei Kafenia und einer Taverne. Im Winter leben hier nur noch fünf Menschen. Im Sommer sind es mehr, dann treiben die Landbesitzer aus dem am Meer gelegenen Frangokastello ihre Schafe und Ziegen hier hinauf. Im Ort gabelt sich die Straße. Folgen Sie zunächst dem kleinen, hölzernen Wegweiser zum 'Little Café' (montags geschlossen, sonst ab 11 Uhr geöffnet). Es gehört der perfekt Deutsch sprechenden Dänin Janina und ihrem kretischen Mann Babis. Sie destillieren feine ätherische Öle, Tinkturen und Duftstoffe aus allerlei kretischen Kräutern und Pflanzen, die man ebenso wie hausgemachte Seifen und Shampoos im Café auch erwerben kann. Lecker ist die hausgemachte Limonade, einen Versuch wert ist der mit Wasser verdünnte Johannisbrotsirup.

Cafe in Kallikratis Kreta

Myriokefala

Nach dieser Rast fahren Sie bis zur Straßengabelung im Weiler zurück und biegen nun nach rechts Richtung Argyroupolis ab. Wieder erklimmen Sie eine Passhöhe und sehen nun ein weites Tal vor sich. Die Straße gabelt sich. Links geht es über Asi Gonia nach Argyroupolis, rechts über Myriokefala. Nehmen Sie die bessere und interessantere Straße nach rechts und steuern Sie Myriokefala an.

Dort steht im Dorfzentrum das gleichnamige, nicht mehr von Mönchen oder Nonnen bewohnte Kloster mit einer Marienkirche, die alljährlich am 7./8. September das Wallfahrtsziel vieler tausend Kreter ist. Für diese Pilger wurden auch die zahlreichen Schlafsäle und Sanitäranlagen am Rande des Klosterhofs errichtet, die das übrige Jahr über leer stehen. Grund für die Wallfahrt ist eine alte, wundertätige Marienikone, die Sie reich mit Votivtäfelchen und anderen Dankesgaben geschmückt an der linken Seitenwand sehen können. Einen Blick wert sind aber auch die beiden uralten Weinstöcke unter den West-Arkaden des Klosterhofs.

Klosterkirche in Myriokefala Kreta

Argyroupolis

Bei der Weiterfahrt nach Argyroupolis sehen Sie auf der anderen Seite des tiefen Tals das große Dorf Asi Gonia, das sich entlang des kahlen Hangs des 1492 m hohen Fourni-Massivs erstreckt. Die meisten Bewohner dort sind Viehzüchter, im Dorf gibt es mehrere Käsereien. Hinzufahren lohnt aber nicht unbedingt. Nutzen Sie die verbleibende Zeit Ihres Ausflugstages besser für die Attraktionen von Argyroupolis: Die Forellenrestaurants an den starken Quellen, einen Spaziergang zur Kirche der fünf heiligen Jungfrauen mit vielen antiken Gräbern und einen Spaziergang durch den historischen Ortskern, wo Sie allerlei Produkte aus Avocados und Johannisbrot kennenlernen und kaufen können. Rechtzeitig zum Abendessen können Sie dann wieder in Georgioupolis zurück sein.

Erfahren Sie mehr über Argyroupolis

Antikes Grab in Argyroupolis Kreta

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