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Geburtshöhle von Zeus
Ein Ausflug auf die Lassithi-Hochebene

Ausflug auf die Lassithi-Hochebene im Osten Kretas
'Geburtshöhle von Zeus'

Georgioupolis - Stalida - Mochos - Kloster Kardiotissas - Museum of Mankind - Ambelos Afin - Zeus Höhle von Psychro - Avdou - Potamies - Chersonissos (ca. 320 km)

Heute steht ein Frühstart an. Sie wollen ja über 300 km weit fahren. Doch keine Angst: Über zwei Drittel der Strecke legen Sie auf der gut ausgebauten Nationalstraße zurück. Da kommen Sie in der Regel schnell voran.

Bei Stalida verlassen Sie die Nationalstraße und schrauben sich auf einer guten Serpentinenstraße bergan. Tief unter ihnen liegen Kretas sehr trubelige Massentourismusorte Limenas Chersonissou und Malia. Dann haben Sie eine erste kleine Ebene erreicht, auf der viel Wein angebaut wird. Auf dem fotogenen Dorfplatz von Mochos mit seinen vielen Maulbeerbäumen bekommen Sie endlich ihren wohlverdienten Kaffee oder auch einen Kräutertee.

Mochos

Direkt am Dorfplatz steht die kleine Dorfkirche. Da hängt an der Ikonostase eine Ikone mit einem nur selten dargestellten Motiv: Dem Akathist-Hymnos. Der Akathist, ein frühchristlicher Hymnus an die Gottesmutter, nimmt Bezug auf das Marienleben und preist sie in blumigen Worten. Der Hymnus besteht aus 24 Strophen, die der Reihe nach mit je einem Buchstaben des griechisch-byzantinischen Alphabets beginnen. So ist auch die Ikone in 24 Bildfelder unterteilt. Unternehmen Sie doch einmal einen Selbstversuch und versuchen Sie, alle 24 Buchstaben richtig zu benennen!

Sehr viel leichter verständlich (und auch besser fotografierbar) ist die Bildervielfalt im Kafenion 'O Skoteianos' rechts an der Hauptstraße, etwa 100 m von der Platia entfernt in Richtung Lassithi. Der Sohn des Besitzers, ein auf dem Festland tätiger Polizeioffizier, hat die Stühle und zahlreiche Holztafeln an den Wänden kunstvoll mit Porträts griechischer Helden aus Mythos und Geschichte bemalt. Wie Ikonen sind sie beschriftet und lassen jeden, der ein wenig Griechisch lesen kann, schnell verstehen, wer oder was dargestellt ist.

Krasi

Ein kleiner Schlenker bringt Sie etwas später vom direkten Weg ab und führt Sie ins stille, schon auf 600 m Höhe gelegene Dorf Krasi. Hier wächst die wohl älteste Platane Kretas auf dem Dorfplatz, an dem ein venezianischer Brunnen Wasser spendet. Unter der Platane stehen natürlich - wie könnte es auf Kreta anders sein - die Tische und Stühle eines Kaffeehauses. Übrigens: Betont man den Ortsnamen falsch, bedeutet er 'Wein'. Also daran denken und ihn auf der ersten Silbe betonen!

Kloster Kardiotissa - Panagia i Kera

Gut ausgeschildert liegt an der Hauptstraße unmittelbar vor dem in 560 m Höhe angesiedelten Dorf Kera das Kloster Panagia Kera i Kardiotissa. Es wird mithilfe von Spenden (die von Besuchern statt Eintrittskarten erhoben werden, 2 Euro/Person) seit Jahren sehr ansprechend restauriert. Der Innenhof ist ein kleines Gartenparadies geworden.

Die Anlage stammt aus dem 18. Jh., die Kirche schon aus dem 14. Jh. Auf dem Klosterhof steht, von Gittern umgeben, eine kleine, aus einem Stück gearbeitete Säule. In der Kirche hängt an der Ikonostase eine hoch verehrte und entsprechend reich geschmückte Marienikone mitsamt einem Stück grobgliedriger Eisenkette. Um Säule, Ikone und Kette rankt sich eine schön ausgeschmückte Legende: Wegen ihrer Wundertätigkeit raubten die Türken die Ikone und brachten sie als Nothelferin nach Istanbul. Doch die Ikone wollte dort nicht hin und kehrte selbständig über Nacht auf unerklärliche Weise ins Kloster zurück. Die Türken versuchten es daraufhin ein zweites Mal. Wieder begab sich die Ikone umgehend nach Hause. Daraufhin raubten die Moslems die Ikone ein drittes Mal und banden sie nun aber in Istanbul mit einer Kette an eine Säule. Das hinderte die Ikone jedoch nicht an der Flucht. Sie schwebte nun samt Säule und Kette nach Kera zurück.

Von Kera steigt die Straße steil zur Passhöhe an, die schon von Weitem an ihren vielen steinernen Windmühlenstümpfen zu erkennen ist. An dieser Straße hat ein Kreter seinen Lebenstraum verwirklicht und sein ganz privates 'Museum der Menschheitsentwicklung' geschaffen. Alles, was Sie hier sehen, hat der ehemalige Zollbeamte selbst erdacht und finanziert, mit eigenen Händen in vielen Jahren Arbeit gebaut und gestaltet. Wenn Giorgos Zeit hat - und die hat er meistens - führt er Besucher gern selbst durch sein phantasievolles Reich.

Kloster Kardiotissa - Panagia i Kera auf Kreta

Museum der Menschheitsentwicklung
Museum of Mankind

Für Giórgos Petrákis war der erste Mensch auf dem Mond das zentrale Lebensereignis. Er war 1969 erst 16 Jahre alt, als Neil Armstrong am 21. Juli um 4.56 Uhr griechischer Zeit seinen Fuß auf den Erdtrabanten setzte. Sein Großvater hatte ihn extra geweckt, damit er das Ereignis am Schwarz-weiß-Bildschirm mitverfolgen konnte. Giórgos wurde in diesem Moment eins schlagartig klar: 'Hier erobert kein Einzelner den Weltraum für sich – hier vollziehen wir Alle einen Riesenschritt in der Menschheitsgeschichte'. Die Beschäftigung mit der Menschheitsgeschichte wurde zu seinem Hobby.

Der Zugang zu seinem Freilichtmuseum erfolgt durch einen labyrinthartigen Gang. Am Anfang stehen die Statuen eines Neandertalers und des Kosmonauten Juri Gagarin. Am Ende ist ein 180 Mio. Jahre alter, versteinerter Baumstamm von der Insel Lesbos zu sehen. Dann beginnt die Darstellung der Stationen der Menschheitsentwicklung vom in Höhlen lebenden Menschen der Altsteinzeit über die Sesshaftwerdung bis zur Erschaffung des griechischen Götterhimmels. Alle zwölf Olympier sind als Statuen präsent. Damit ist für Giórgos die erste Stufe der Menschheitsentwicklung abgeschlossen. Ein besonderes Indiz der Weiterentwicklung ist dabei die Steigerung der durchschnittlichen Lebenserwartung von Epoche zu Epoche: Sie ist jeweils auf den sehr knapp gehaltenen Informationstafeln angegeben. Nun steht man vor einer kleinen Kapelle, für deren Bau Giórgos rund fünf Monate benötigt hat. 'Und dann kam Jesus Christus', verkündet eine Tafel in sechs Sprachen.

Gegenüber zeigt eine kleine Sonderausstellung die Entwicklung des Rades, die für Giórgos mit der Einführung der Leichtmetallfelge endet. Aus den folgenden fast 2000 Jahren hat er dann nichts zu vermelden – bis zu dem Tag, als Juri Gagarin 1961 ins Weltall flog. Mit ihm ist für Giórgos die dritte Stufe der Menschheitsgeschichte erreicht: 'Vom Homo erectus über den Homo sapiens zum Homo cosmicus', wie er sagt. Dem weiteren Ausbau seiner Raumfahrt-Abteilung hat sich Giórgos in den letzten Jahren besonders intensiv gewidmet. Er erinnert an die Hündin Laika, die als erstes Lebewesen überhaupt 1957 ins All geschossen wurde und hat zuletzt auf Anregung einer russischen Touristin sogar Walentina Tereschkowa ein Denkmal gesetzt, die 1963 als erste Frau im Weltraum unterwegs war. Den Abschluss bildet für Giórgos ein Denkmal, das er für weltweit einzigartig hält. Es führt fünf Unfälle auf und nennt die Namen von 21 Männern und Frauen. Auf der Gedenktafel bezeichnet er sie als 'Space Heroes'. Wenn Giórgos ihre Namen vorliest, treten ihm meist Tränen in die Augen – und er erzählt gern von den vielen Russen, die sich bei ihm dafür bedanken, dass ein Kreter auch ihrer Toten aus der Sowjetzeit gedenkt. An der zum Museum gehörenden Cafe-Bar, wo Giórgos Partnerin Olga aus Georgien den angeblich besten Capuccino Kretas zubereitet, kommt man leicht mit Giórgos ins Gespräch. Dann erfährt man auch, was ihn am meisten an der Menschheitsentwicklung fasziniert: 'Der Mensch hatte keine Flügel, keinen Pelz, kein Raubtiergebiss. Er hatte nur Hirn, Hände und Visionen. Damit allein hat er es bis zur Eroberung des Weltraums gebracht'.

Und Giórgos zu seinem ganz eigenen Museum. Da steht seit 2016 nun auch ein Pferd, das ja ganz wesentlich für die Menschheitsgeschichte war. Es ist lebensgroß, aber aus Granit. Wer mag, kann sich auf seinen Rücken schwingen und sich mit einer Lanze in der Hand à la Alexander der Große darauf fotografieren lassen.

Museum of Mankind Kreta

Museum of Mankind Kreta

Passhöhe Ambelos Afin

Auf der 900 m hohen Passhöhe im Süden der Lassithi-Hochebene steht eine lange Reihe alter steinerner Windmühlen, von denen die meisten leider nur noch Ruinen sind. Hier wurde noch bis in die Nachkriegszeit das auf der Hochebene angebaute Getreide gemahlen. Heute finden Sie hier eine große Taverne mit Panorama-Terrasse, auf der Sie die gesamte Hochebene vor Augen haben. Täglich ab 12.30 Uhr wird hier ein sehr leckerer Schweinebraten aus dem Holzbackofen angeboten, der links vor dem Eingang zur Taverne steht und einen herrlichen Duft verbreitet. Zum Fleisch werden Kartoffeln von der Lassithi-Ebene serviert.

Mehr zur Lassithi-Hochebene

Die Ebene liegt auf durchschnittlich 840 m Höhe, ist 8-10 km lang und bis zu 5 km breit. Die bis zu 2148 m hohen Gipfel des Dikti-Gebirges (Dikti Ori) schirmen sie von der Außenwelt ab. Die Ebene besteht aus fruchtbarem Schwemmland, das im Winter teilweise unter Wasser steht. Die Wassermassen aus Regen und Schneeschmelze strömen im Nordwesten der Ebene beim Dorf Kato Metochi unterirdisch ab und bescheren den Bauern hier oben ganzjährig überreichlich Grundwasser, das 15-25 m unter der Oberfläche steht.

Heutzutage wird es ab etwa Mitte Juni von Motorpumpen zur Feldbewässerung an die Oberfläche gefördert. Alte Postkarten und Fotos sowie vor allem in der Nähe von Tavernen rekonstruierte Windräder zeigen, was die Hochebene früher einzigartig machte: Sie glich einem Ozean aus mit Segeltuch bespannten Windrädern. Vielleicht kommt diese Zeit ja angesichts der enorm gestiegenen Energiepreise bald wieder... Angebaut und geerntet werden hauptsächlich Kartoffeln und Äpfel, aber auch andere Gemüse- und Obstsorten. Bio-Kartoffeln kommen in Mode, weil sie höhere Preise erzielen. Die Bauernhäuser verteilen sich auf insgesamt 21 Dörfer, die fast alle am Rand der Ebene angelegt wurden, um kein kostbares Ackerland zu verschenken.

Kloster Vidanis

Die Fahrt von der Passhöhe hinunter auf die Ebene dauert keine zwei Minuten. Wenden Sie sich unten am besten nach rechts, um die Ebene entgegen dem Uhrzeigersinn zu umkreisen. Sogleich liegt rechts das aufwändig restaurierte, kleine Kloster Vidanis mit einem winzigen Naturhistorischen Museum, das aber wohl nur für Schulklassen interessant ist.

Lassithi-Hochebene Kreta

Psychro und Zeus-Höhle

Weiter geht's durch winzige Dörfer und immer am Rande der fruchtbaren Ebene entlang bis nach Psychro, dem Hauptziel aller Ausflugsbusse. Eine Stichstraße führt zu einem Parkplatz mit mehreren Tavernen hinauf, Esel und Maultiere warten auf Reitlustige (10 Euro einfach). Man kann aber auch in 15-20 Minuten hinauf laufen - zur Tropfsteinhöhle Dikteon Andron, die eng mit der griechischen Mythologie in Verbindung steht.

Der Eingang zur Höhle liegt in 1025 m Höhe. Stege führen in der mit elektrischem Licht ausgeleuchteten Höhle abwärts durch eine Wunderwelt von Stalagmiten und Stalaktiten. Von der frühminoischen Zeit bis in die Spätantike hinein, also von etwa 2500 v.-400 n.Chr., diente die Höhle kultischen Zwecken. In und vor ihr fanden Archäologen kleine Altäre und zahlreiche Votivgaben. Sie sind heute größtenteils im Ashmolean Museum im britischen Oxford ausgestellt. In der Höhle selbst sehen Sie keinerlei Kultobjekte mehr. Neue Funde werden ins Archäologische Museum von Agios Nikolaos gebracht.

Der griechischen Mythologie nach wurde Zeus in einer Höhle auf Kreta von seiner Mutter Rhea geboren oder zumindest als Neugeborener sofort dahin gebracht. Sein Vater Kronos nämlich hatte die unangenehme Eigenart, all seine Kinder sofort nach ihrer Geburt zu verschlingen. Zeus sollte diesem Schicksal entgehen. Rhea täuschte Kronos, reichte ihm nach der Entbindung einen in Tücher gehüllten Stein als Ersatz. Zeus gab sie in die Obhut der Ziege Amaltheia, die ihn in der Höhle nährte und großzog. Neun Dämonen, die Kureten, schlugen immer dann, wenn das göttliche Kind schrie, mit ihren Speeren gegen ihre Schilder, damit der böse Vater Kronos das Geschrei nicht hörte. Als Jüngling verließ der kleine Zeus dann die Höhle und schickte sich an, seinen Vater zu töten und an seiner Stelle den höchsten Thron im griechischen Götterhimmel zu besteigen.

Aber wie das mit Mythen so ist - es sind ja nur schaurig-schöne Geschichten. Darum ist es auch möglich, dass eine andere Höhle im Psiloritis-Gebirge bei Anogia, Ideon Andron, in der Antike als Höhle des Zeus galt. Es gibt auch ein Kompromissangebot: Am Psiloritis wurde Zeus geboren, hier auf der Lassithi-Hochebene dann aber großgezogen. Sie haben die Wahl, was Sie glauben!

Psychro und Zeus-Höhle Kreta

Agios Georgios

Im größten Dorf der Hochebene können Sie in Ruhe rasten, aber auch zwei kleine, unmittelbar nebeneinander gelegene Dorfmuseen besichtigen. Das Folklore Museum in einem alten Bauernhaus zeigt anschaulich, wie man hier noch bis in die Nachkriegszeit hinein lebte. Dort erhalten Sie auch den Schlüssel für das Venizelos-Museum schräg gegenüber. Ein paar historische Fotos und Dokumente wollen hier über das Leben des großen kretischen Staatsmann und des Dichters Nikos Katzantzakis informieren.

Chersonissos

Über die Passhöhe Ambelos Afin verlassen Sie schließlich die Hochebene wieder. Hinter Kera folgen Sie nun der Straße, die Sie über die Dörfer Gonies, Avdou und Potamies hinunter in die Küsteneben führt. Bevor Sie sich wieder auf die Nationalstraße zurück nach Georgioupolis begeben, können Sie auf dem nett gestalteten Dorfplatz des Binnendorfes Chersonissos noch eine angenehme Pause in einer Taverne einlegen.

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