Corissia hotels & resort
Badeurlaub in Georgioupolis Kreta Griechenland

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Bereit fürs Ungewöhnliche?
Dörfer zwischen Gebirgsmassiv Psiloritis und Kretischem Meer

Dörfer zwischen Gebirgsmassiv Psiloritis und Kretischem Meer
Bereit fürs Ungewöhnliche?

Georgioupolis - Melidoni - Agia - Axos - Zoniana - Anogia (ca. 160 km)

Bereit fürs Ungewöhnliche? Dann starten Sie früh!

Ein bunter Reigen ganz unterschiedlicher Erlebnisse wartet auf Sie. Tragen Sie eine Anaconda auf den Schultern, sehen Sie Köhlern bei der Arbeit zu. Besuchen Sie das kretische 'Madame Tussaud', lassen Sie sich von einem Holzschnitzer seine Arbeit erklären. Fahren Sie auf eine Hochebene mit 100 000 Schafen und Ziegen hinauf, steigen Sie in eine superschöne Tropfsteinhöhle hinab. Das und noch viel mehr erwartet Sie an diesem langen Tag.

Wieder einmal geht es auf der Nationalstraße an Rethymno vorbei gen Osten.

Kurz vor Bali biegen Sie rechts ins Tal von Melidoni ab. Den Ortsanfang markiert eine Tankstelle. Gleich daneben erwartet Sie Reptisland. Sagen Sie Riesenschlangen, Taranteln, Skorpionen und einem Kaiman 'Kalimera' und fahren Sie dann zur kleinen, geschichtsträchtigen Tropfsteinhöhle hinauf. Danach erwartet Sie der von alten venezianischen Häusern umstandene Dorfplatz zum Kaffee.

Melidoni - ein erlebnisreiches Dorf

In Melidoni können Sie sich gut drei Stunden aufhalten. Das kleine Dorf im Landkreis Milopotamos (dt.: Mühlbach) hat ganz Unterschiedliches zu bieten:

Die kleine Tropfsteinhöhle Melidoni Cave liegt 2 km außerhalb an einem Berghang, ist bestens ausgeschildert und über eine gute Asphaltstraße zu erreichen. Für die Kreter ist sie ein Nationaldenkmal.

1824 verschanzten sich in dieser Höhle zwischen 250 und 370 Männer, Frauen und Kinder vor den Türken. Drei Monate lang belagerten die die Höhle. Weil die Kreter nicht aufgaben, stapelten sie schließlich Holz und Reisig in ihrem Eingang und zündeten es an. Die in die Höhle Geflüchteten starben einen qualvollen Erstickungstod. Nur der Kreter Manolis Kirmizakis überlebte das Massaker, ging aber erst 1834 wieder in die Höhle hinein. Man barg die sterblichen Überreste der Tote und bestattete sie in einem Sarkophag in der Höhle. Heute ist sie stimmungsvoll beleuchtet, Stalagmiten und Stalaktiten wirken wie die Pfeiler einer für die Toten errichteten Kathedrale (tgl. 8 Uhr bis Sonnenuntergang, Eintritt 4 Euro).

Am Weg zur Höhle liegt gleich neben der Dorftankstelle das Reptisland. Zwei junge Männer aus der Region, die Brüder Papakostanti, haben hier 2016 eine auf Kreta einzigartige Ausstellung eröffnet. Spiros und Stelios halten in modernen Terrarien etwa 70 im Allgemeinen Furcht einflößende Tiere: Taranteln und Skorpione, einen Kaiman und unterschiedliche lange Pythons. Das älteste Exemplar ist inzwischen 6 m lang und wiegt über 60 kg. Jede Woche wird es mit einem Kaninchen gefüttert. So leidet sie nie unter Hunger und kann von Besuchern ebenso wie die Skorpione gern in die Hand oder auf die Arme genommen werden. Wer das zu gruselig findet, sollte zumindest einen der schönen Frösche küssen - vielleicht wird ja ein Prinz draus (Sommer tgl. 8-20, Winter 9-15 Uhr, Eintritt 3 Euro, Kinder bis zu 7 Jahren kostenlos).

Zur Rast lädt der kleine Dorfplatz ein. In den Gassen um ihn herum stehen noch viele Häuser mit Architekturelementen aus venezianischer Zeit.

An der Straße Richtung Perama liegt kurz außerhalb des Dorfes die Olivenölmanufaktur Paraskis. Inhaberin Ioanna führt Besucher gern in bestem US-amerikanisch durch die hochmoderne Anlage und lässt sie natürlich probieren.

Ein ganz außergewöhnliches Erlebnis erwartet Sie an der kurzen Straße zwischen dem Dorfplatz von Melidoni und dem Nachbardorf Agia. Dieses Gebiet ist das Zentrum der kretischen Holzkohlenherstellung - und Holzkohle verbrauchen die Kreta ja in Massen. Über ein Dutzend Meiler schwelen meist unmittelbar am Rand der Straße. Verkohlt wird hier fast ausschließlich Olivenholz. Die Stämme stehen senkrecht im Meiler und werden mit einem Dach aus Rohr, Laub, Stroh oder Heu abgedichtet. Das Ganze wird mit Erde luftdicht abgedeckt. Dann wird die Glut gelegt. Durch kleine Löcher in der Erdhülle regelt der Köhler die Sauerstoffzufuhr und bewirkt so, dass das Holz ganz langsam verkohlt. Der ganze Prozess vom Aufbau eines Meilers bis zum Abtragen der Kohle nimmt zwei bis vier Wochen in Anspruch.

Tropfsteinhöhle Melidoni Kreta

Reptisland Melidoni Kreta

Agia

Ein kleines Sträßlein führt ins Nachbardorf Agia. Am Weg dorthin schwelen meist mehrere Holzkohlenmeiler. Mit etwas Glück sehen Sie auch einen Köhler oder seine Frau bei der Arbeit. Wenn Sie lächelnd fragen, dürfen Sie sicher gern fotografieren.

Axos

Über Murtzana und Garazo geht es anschließend nach Axos hinauf. Ein leidenschaftlicher Holzschnitzer hat sich hier sein eigenes Museum gebaut. Gern führt er Besucher herum, zeigt Ihnen mit Fotos, Videos und leibhaftig, wie seine größtenteils monumentalen Skulpturen entstehen. Mehr dazu unter: Wooden Sculptures Museum

Zoniana

Nächstes Ziel ist dann das sehr eigenwillige Bergdorf Zoniana. Manche vergleichen es mit dem Heimatdorf von Asterix und Obelix, das sich standhaft gegen jeden wehrt, der es zu beherrschen versucht. Doch keine Angst: friedliche Urlauber sieht man hier gern. Ein privates Wachsfigurenmuseum erklärt Ihnen viele verschiedene Stationen der kretischen und griechischen Geschichte. Am Dorfrand steigen Sie danach schließlich in die Unterwelt hinab: In die Wunderwelt der Svendoni-Höhle.

Zoniana

Zu sehen gibt es in Zoniana vor allem eins: das private Wachsfigurenmuseum der Familie Potamianos direkt an der unscheinbaren Platia. Mit 87 lebensgroßen Wachsfiguren sind hier zahlreiche Szenen aus der kretischen Geschichte nachgestellt, zu denen auch auf Deutsch verfasste Informationsblätter ausführliche Erklärungen liefern. Sie begegnen dem späteren byzantinischen Kaiser Nikiphoros Phokas (963-969), der die Araber von Kreta vertrieb, dem großen Schriftsteller Nikos Kazantzakis, dem Staatsmann Eleftherios Venizelos und der Maler El Greco. Sie sehen die Helden von Arkadi und ihre osmanischen Gegner, Kinder in Geheimschulen und Widerstandskämpfer in Gefängnissen. Gern dürfen Sie ausgiebig fotografieren.

Am Ortsrand Richtung Anogia erwartet Sie zudem Kretas wohl schönste Tropfsteinhöhle, die Svendoni Cave. Vom aussichtsreichen Café und Kassenhäuschen aus führen Sie Einheimische etwa 30 Minuten lang durch die 3400 qm große Wunderwelt aus Stalagmiten und Stalaktiten (Anfang April bis Oktober tgl. 10-17 Uhr).

Tropfsteinhöhle Svendoni Kreta

Nur wenige Minuten später sind Sie schon im großen Dorf Anogia, das auf der Insel als ein Hort kretischer Traditionen gilt. Hier werden Sie sich mit einigen grausamen Aspekten des letzten Weltkriegs konfrontiert sehen, können eine Pilgerstätte für alle Liebhaber der kretischen Musik besuchen, in Kafenia und Tavernen das Leben auf zwei schönen Plätzen genießen - und hervorragend Lamm essen.

Wenn Zeit und Neugier noch reichen, erwartet Sie zum Tagesabschluss die Nida-Hochebene zu Füßen des Psiloritis. Sie ist Weidegebiet für die 100 000 Schafe und Ziegen der Viehzüchter von Anogia. Falls es sehr spät geworden ist, können Sie in Anogia auch übernachten und einen Abend nur unter Kretern verbringen.

Anogia - großes Dorf am Psiloritis

Anogia kennt jeder Kreter. Die Bewohner des großen Dorfes am Hang des Psiloritis gelten als besonders traditionsverbunden. Von hier stammt die bedeutendste kretische Musikerfamilie, Familie Xylouris. Kein anderes Dorf auf der Insel besitzt mehr Schafe und Ziegen, über 100 000 sollen es sein. Und auch als Hort des Widerstands gegen die deutsche Besatzung während des Zweiten Weltkriegs hat sich Anogia einen Namen gemacht: Erst durch die Mitwirkung an der Entführung des deutschen Generals Kreipe nach Ägypten, dann durch die Geiselerschießung und das Niederbrennen des Dorfes durch Wehrmachtsverbände.

Heute ist Anogia auch ein beliebtes Wochenendausflugsziel kretischer Städter: Nirgends sonst soll man so gut Lamm essen können wie hier. Und berühmt sind auch die Yakinthia, ein großes Fest der traditionellen kretischen Musik, das jedes Jahr im Juli in schönster Berglandschaft etwas außerhalb des Dorfes stattfindet.

Das Dorf erstreckt sich sehr weitläufig in 700 bis 800 m Höhe. Es gliedert sich deutlich in ein Ober- und ein Unterdorf mit jeweils eigener Platia. Beide Teile gehen nahtlos ineinander über. Ein wenig alte Bausubstanz findet sich nur noch im Unterdorf, während das Oberdorf nach dem Zweiten Weltkrieg völlig neu erbaut werden musste. Deutsche Truppen hatten das alte Anogia am 15. August 1944 nahezu vollständig niedergebrannt und alle männlichen Bewohner erschossen, derer sie im Umkreis von einem Kilometer habhaft werden konnten. Als Begründung dafür nannten sie die Tötung eines im Dorf stationierten deutschen Offiziers durch Partisanen und deren Überfall auf einen ersten zur Bestrafung entsandten Zug sowie die aktive Unterstützung der Dorfbewohner für die Entführung des deutschen Generals Kreipe durch einen britischen Agenten und kretische Partisanen ein paar Monate zuvor.

Sie parken am besten in der Nähe der gut ausgeschilderten Pension Aristea. Wenige Schritte oberhalb von ihr markiert ein Maulbeerbaum die Stufen hinauf zur Oberen Platia. Dort ist die kleine, vollständig neu im traditionellen byzantinischen Stil ausgemalte Kirche Agios Georgios ganz ins Dorfleben einbezogen. Ihre Tür steht im Sommer bis nach Mitternacht offen, davor stehen die Tische und Stühle von Kafenia und einer Konditorei. An Minimärkten und weiteren kleinen Kafenia vorbei trifft die verkehrsberuhigte Hauptstraße nach etwa 150 m auf den etwas tiefer gelegenen Rathausplatz.

Am Rathaus sind zwei Seiten eines steinernen Buches aufgeschlagen. Die linke Seite gibt den Befehl des deutschen Generals Friedrich Wilhelm Müller wieder, Anogia dem Erdboden gleichzumachen. Die rechte Seite berichtet von der Verleihung eines griechischen Tapferkeitsordens an das Dorf im Mai 1946. Gegenüber wird an die Toten des griechischen Kampfes gegen die Italiener in Albanien 1940, an die Toten des griechischen Bürgerkriegs 1944-1949 und an die Ermordung der Dorfbewohner durch die Deutschen erinnert. Noch ein paar Schritte weiter auf der Hauptstraße abwärts macht dann eine Bronzestatue des 'Unbekannten Anogiers' auf den Widerstand der Dorfbewohner gegen die Osmanen 1822 und 1867 sowie gegen die Deutschen 1941-1944 aufmerksam.

Wenden Sie sich sogleich inter der kleinen Kirche Agios Ioannis nach links, kommen Sie nach etwa fünf Gehminuten auf die Untere Platia.

Auf der unteren Platia wird besonders deutlich, dass die Anogier auf ihren Ruf als traditionsverbundene und freiheitsliebende Kreter sehr stolz sind. Mehr als sonst irgendwo auf der Insel sind hier viele Männer und Frauen noch ganz in Schwarz gekleidet. Viele Alte tragen noch das kretische Fransenkopftuch, ihre sariki. Wer abends kommt, wird schnell auf einen Raki eingeladen, Ressentiments gegen Deutsche hegt hier niemand mehr. Weil am Platz auch die Touristenbusse halten, gibt es einige Souvenirgeschäfte. Neben der Büste des Elefetherios Venizelos steht hier die seines aus Anogia stammenden Intimus Vassilis I. Skoulas. Dessen Familienname gehört auch heute noch zu den renommiertesten Griechenlands. Ein Skoulas betreibt auch das Kafenio an der Platia. Deren Wirtin können sie gern auch noch spät am Abend darum bitten, das nahe Museum des Alkiviadis Skoulas besichtigen zu dürfen. Er war ein bedeutender naiver Maler, der in seinen Gemälden und Holzschnitzereien vor allem den Widerstand gegen die Osmanen und die Deutschen thematisiert hat.

Ein zweites Museum an der Platia wird vor allem von Kretern gern besucht. Es erinnert an den berühmtesten Lyraspieler Kretas, Nikos Xylouris (1937-1980), der in diesem Haus geboren wurde. Seine Musik ist noch immer in jedem CD-Shop auf Kreta erhältlich.

Nikos Xylouris Kreta

Anogia Kreta

Tanz Kreta

Nida-Hochebene

Von Anogia aus führt eine 22 km lange, asphaltierte Straße durch völlig einsame Gebirgslandschaft hinauf auf die Nida-Hochebene in 1400 m Höhe. Nach etwa 8 km passiert sie an der Kapelle Agia Marina die Ausgrabungen von Zominthos. Archäologen legten hier in den 1980er Jahren einen Komplex aus minoischer Siedlung und minoischen Käsereien frei (nur über den Zaun hinweg einsehbar). Hier stehen auch wie anderswo am Straßenrand auffällige Steinhütten, sogenannte Mitatata. Es sind von Hirten im Sommer betriebene, traditionelle Käsereien - nicht viel anders als die der Minoer vor 3500 Jahren.

Skinakas Observatorium

Noch einmal 6 km weiter zweigt nach links eine durchgehend asphaltierte Stichstraße auf den 1752 m hohen Skinakas. Auf seinem Gipfel steht ein Observatorium der Universität von Kreta. Zwischen Juni und Mitte September steht es mit seinen Teleskopen an fünf Sonntagen zwischen 17 und 23 Uhr auch Besuchern offen (Termine und mehr unter skianaka.physics.uoc.gr).

Wo die Straße auf die Nida-Hochebene endet, steht seit 1976 der unvollendete Bau einer Berghütte. Geöffnet ist sie nur sporadisch. Von der Berghütte aus können Sie in etwa 15-20 Minuten zur Idäischen Höhe hinaufgehen. Der kretische Archäologe Jannis Sakellarakis führte hier von 1982-1984 umfangreiche Grabungen durch, die eine durchgängige Nutzung als Kulthöhle von spätminoischer bis in römische Zeit belegen. Ein vor dem Eingang liegender Felsen mit Stufen wurde seit dem 1. Jt. v.Chr. als Altar genutzt. Auf der kleinen Anhöhe vor der Höhle stehen weitere Altäre aus klassischer und hellenistischer Zeit.

Von der Höhle aus können geübte Bergwanderer auch auf den 2456 m hohen Timios Stavros steigen, den höchsten Gipfel Kretas. Der Weg ist markiert, für den Aufstieg benötigt man etwa 4-6 Stunden. Die Wetterlage sollte stabil sein, genug Wasser mitgeführt werden. Man sollte den Weg auf keinen Fall allein wagen!

Nida-Hochebene Anogia Kreta

Skinakas Observatorium Kreta

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