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Kaltes, klares Wasser: Kreta und das Süßwasser

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Kaltes, klares Wasser: Kreta und das Süßwasser

Geschrieben von
Martina Diehn
Februar 2018

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Eine Insel wie Kreta ist naturgemäß von jeder Menge Salzwasser umgeben. Aber wie sieht es eigentlich mit Süß- oder Trinkwasser aus? Wie kommt das Wasser in die Leitung, in die Flasche oder in den Pool? Wir haben nachgefragt und uns über die Wasserversorgung auf Kreta schlau gemacht.

Stoßen Sie mit uns an! Was gibt es genussvolleres, als ein Glas kühles Wasser unter der heißen Sonne Kretas? Vielleicht ist in Ihrem Fall die wohlige Dusche am Abend, wenn Sie nach einem ausgiebigen Strandtag ins Hotel zurückkehren, der Spitzenreiter? Oder das klare Wasser im großen Pool des Corissia Park?

Bleibt die Frage: Wo kommt all dieses Wasser eigentlich her? Ist es auf Kreta nicht viel zu trocken, um mehr als 600.000 Einwohner, eine stattliche Anzahl von Gästen und Millionen von Oliven-, Orangen- und Zitronenbäumen zu versorgen? Wird das kretische Wasser importiert, aus Meerwasser gewonnen oder gar vom Festland herangeschafft?

Wir haben nach Wasser gesucht und dabei einige ungewöhnliche Erkenntnisse gewonnen. Freuen Sie sich auf eine kleine Exkursion in die Wunderwelt der kretischen Wasserversorgung. Sie beginnt – anders, als man vielleicht denken mag – nicht auf Meereshöhe oder gar darunter, sondern auf den höchstgelegenen Punkten der Insel: auf den Gipfeln der Berge!

Kretisches Wasser: Durch die Berge gefiltert

Wer schon einmal im Frühjahr oder im Herbst auf Kreta war, kennt den wunderschönen Anblick: Die Gipfel der Lefka Ori und des Ida-Gebirges tragen eine weiße Schneekappe. Ab November beginnt sie in den meisten Jahren langsam und stetig zu wachsen. Im August ist der Schnee dann garantiert wieder weg.

Wenn er schmilzt, versickert das Wasser langsam im Fels und wird dabei durch den Kalkstein gefiltert. Auf seinem langen Weg vom Gipfel bis zum Fuß der Berge ist es im Durchschnitt zwischen drei und fünf Jahren unterwegs und sammelt sich in unterirdischen Reservoirs, bevor es als sprudelnde Quelle wieder zum Vorschein kommt.

Sicher kennen Sie den Spruch: „Viele kleine Tropfen ergeben ein großes Meer.“ Vielleicht ist es kein ganzes Meer, das auf diese Weise zusammenkommt. Eine stattliche Menge Wasser ist es in jedem Fall, denn Kreta ist in seiner Wasserversorgung unabhängig.

Hätten Sie es gedacht? Das Süßwasser durch Schneeschmelze und Regenfälle deckt den Bedarf an Trinkwasser und den Verbrauch durch die Landwirtschaft. Zwar muss man an manchen Stellen etwas umverteilen, aber die Grundversorgung ist gesichert.

Vielleicht sehen Sie den seltenen, verregneten Urlaubstag oder die dicken Wolken über der Bucht von Georgioupolis nun mit neuen Augen. Sie wissen ja: Der nächste herrliche Sonnentag kommt ganz bestimmt!

Der Kournas-See: Wasserspeicher für die Halbinsel Apokoronas

Gäste, die uns bereits in Georgioupolis besucht haben, kennen unseren „Hausfluss“, der wenige hundert Meter hinter dem Corissia Park ins Meer strömt. Genau genommen ist dieser Fluss gar kein richtiger Fluss, sondern der Abfluss des nur 3km entfernten Kournas-Sees. Der einzige, natürliche See im Mittelmeer und südlichste See Europas ist eine geografische Außergewöhnlichkeit. Sein Wasser aus den Lefka Ori entspringt aus einer Quelle in 36 Metern Tiefe.

Haben Sie sich je gefragt, warum sich an genau dieser Stelle ein See befindet? Durch die besondere Gesteinszusammensetzung an dieser Stelle kann das Wasser nicht weiter versickern und muss sich oberirdisch seinen Lauf suchen. Davon profitiert die gesamte Gegend rund um Georgioupolis. Auch das Wasser, das bei uns aus den Leitungen sprudelt, stammt aus diesem See. Dafür nimmt man doch gern in Kauf, dass man im Kournas See seit zwei Jahren nicht mehr baden darf.

Tretbootfahren ist jedoch weiterhin erlaubt. Vielleicht halten Sie dabei Ihre Hand ins Wasser und Ihnen fällt auf, dass sich das Wasser leicht seifig anfühlt. Daran erkennen Sie, dass es durch kalkhaltiges Gesteins geflossen ist und alkalisch ist. In Ihrem Hotelzimmer angekommen, ist davon nichts mehr zu spüren.

Kretisches Leitungswasser wird nach Europäische Qualitätsstandards als Trinkwasser aufbereitet. Im Umkehrschluss heißt das: Wann immer Sie auf unserer schönen Insel Durst verspüren – aus dem nächsten Wasserhahn können Sie bedenkenlos trinken. Viel zu filtern gibt es sowieso nicht. In Abwesenheit von größeren, industriellen Anlagen zählt Kreta zu den saubersten Orten Europas, was sich natürlich auch auf die Reinheit des Schnees auswirkt, der im kurzen Winter auf die Berge herabrieselt.

In einigen Hotelanlagen oder im Stadtgebiet von Heraklion kann es dennoch vorkommen, dass das Wasser etwas nach Chlor schmeckt. Dies dient der antibakteriellen Prophylaxe an heißen Tagen und ist nicht gesundheitsschädlich.

Vom Fels in die Flasche: Preisgekröntes Wasser bei Corissia

Sie tauchen auf mysteriöse Weise täglich aufs Neue in Ihrem Hotelzimmer auf, dürfen bei der Mahlzeit auf keinem Tisch fehlen und sind auch bei Ausflügen stets Ihr treuer Begleiter: Wasserflaschen! Das Wasser der Marke „Samaria“, das Sie bei Corissia kredenzt bekommen, ist ein natürliches Tafelwasser, das aus einer Quelle in Stylos, einige Kilometer südlich der antiken Stätte von Aptera, entspringt. Es stammt aus den Lefka Ori, wird aus einer Tiefe von 50 Metern entnommen und dann in Flaschen abgefüllt.

Wussten Sie, dass es einen alljährlichen Wettbewerb um das beste Wasser gibt? Jedes Jahr reist die Crème de la Crème der weltweiten Wasserexperten zum „Berkeley Springs International Water Tasting“ in die USA. Im Jahr 2014 konnte sich das Samaria-Wasser bei diesem Event die Silbermedaille sichern.

Das „Best Bottled Water 2017“ stammt übrigens ebenfalls aus Kreta. Das von der Jury prämierte „Zaros Natürliches Mineralwasser“ wird südwestlich der Hauptstadt Heraklion abgefüllt. Seinen Weg in die Flasche startete es also als Schneeflocke oder Regentropfen auf dem Gipfel des Psiloritis-Massivs.

Brunnen, Stauseen, Aquädukte: Kreta und die Wasserverteilung

Seit 2005 hat auch Rethymno seinen eigenen See: Der Potamon-Stausee ist heute der größte Süßwasser-See Kretas und sichert die Wasserversorgung der Stadt und ihrer Umgebung. Der bis zu 54 Meter tiefe See mit einer Uferlänge von zwölf Kilometern ist in der Lage, bis zu 22,5 Mio. Kubikmeter Wasser zu fassen. Nur kam es bisher leider noch nicht dazu. Die Präfekturen Rethymno und Heraklion leiden von Jahr zu Jahr stärker unter der Wasserknappheit.

Dass das Problem nicht völlig neu ist, zeigt jedoch die stattliche Zahl von kretischen Bauwerken quer durch alle Jahrhunderte, die auf die ein- oder andere Weise mit Wasser zu tun haben. Da wären zum Beispiel die Überreste der Aquädukte von Lyktos und Morozini bei Candia. Trotz des Verfalls kann man noch immer sehen, welch beeindruckende Anlagen diese Bauwerke einst gewesen sind.

In kleineren, wie auch in größeren Ortschaften funktionierte die Wasserversorgung früherer Zeiten über zentrale Brunnen. Zwei der bekanntesten davon – der Brunnen von Spili aus dem 16. Jahrhundert und der Morosini-Brunnen in Heraklion haben eins gemeinsam: Beide sind mit steinernen Löwen verziert. Während in Heraklion vier der Raubkatzen die Wasserschale auf ihren Rücken balancieren, fungieren sie in Spili als Wasserspender im großen Stil. Aus 25 Löwenköpfen strömt kühles Trinkwasser aus den Quellen oberhalb des Ortes. Es gilt als besonders sauber und mineralreich und wird von Einheimischen und Besuchern gleichermaßen geschätzt.

Was kommt, darf auch wieder gehen: Abwasserentsorgung auf Kreta

Noch heute wird die Abwasserentsorgung in den Bergdörfern Kretas auf traditionelle Weise gelöst: über Sickergruben. Manchmal kommt auch ein Wagen und pumpt gut gefüllte Gruben leer. In touristischen Orten wird das Abwasser selbstverständlich kanalisiert und filtriert. Schließlich ist hier auch der Wasserverbrauch wesentlich höher und steigt während der Urlaubssaison nochmals sprunghaft an.

Deshalb macht man sich auf der Insel viele Gedanken um die fachgerechte Entsorgung. Zum Beispiel nahm die Stadt Chania Ende der 1990er Jahre eine der modernsten, biologischen Kläranlagen in Betrieb. Letztendlich ist es die Sauberkeit der Strände, die zu Kretas größten Schätzen zählt. Von den über 400 mit der Blauen Flagge ausgezeichneten Stränden in Griechenland, befinden sich die meisten auf Kreta.

Auch bei Corissia wird deshalb größter Wert auf den schonenden Umgang mit der Ressource Wasser gelegt. Sie erkennen dies zum Beispiel an den kleinen Hinweisschildern, mit denen wir Sie darum bitten, schmutzige Handtücher auf den Boden zu werfen und diejenigen, die Sie noch einen weiteren Tag verwenden können und möchten, wieder aufzuhängen. Schließlich verbraucht jeder Waschgang mit der Maschine Wasser.

Und weil wir gerade beim Thema Abwasser sind: Wie in vielen südlichen Ländern stehen auch auf Kreta häufig kleine Eimer neben der Toilette. Achten Sie bei Ihren Ausflügen darauf und werfen Sie das Toilettenpapier im Zweifelsfall dort hinein. Die Betreiber von Tavernen, Museen und anderen Einrichtungen werden es Ihnen in jedem Fall danken.

Ausflugsziele rund ums Wasser in und um Georgioupolis

Kleine Brunnen und versteckte Quellen gibt es auch rund um Georgioupolis zu finden. Fragen Sie einfach unsere Mitarbeiter nach Ausflugstipps und entdecken Sie neue Orte rund um Ihren liebsten Ferienort – zum Beispiel die Quellen von Argyroupolis.

Übrigens gibt es auch unter unserem Dach einen Ort, an dem Sie das kretische Wasser in vollen Zügen genießen können: In der Corissia Private Spa Suite erwarten Sie ein großzügiger Whirlpool, zwei Saunakabinen und – als absolutes Highlight – die private Wellnesssuite für Paare. Vielleicht dürfen wir Sie demnächst dort begrüßen?

Geschrieben von Martina Diehn

Als Martina Diehn 2004 nach Berlin zog, um „irgendwas mit Schreiben“ zu machen, hatte sie vermutlich den „Momente“-Reiseblog von Corissia im Sinn. Weil dieser aber erst 2017 das Licht der Welt erblickte, vertrieb sie sich die Jahre dazwischen mit ausgedehnten Reisen und dem eigenen Garten vor den Toren der Stadt.

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