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Badeurlaub in Georgioupolis Kreta Griechenland

 
 

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Fünf lohnenswerte Ausflüge rund um Georgioupolis

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Fünf lohnenswerte Ausflüge rund um Georgioupolis

Geschrieben von
Martina Diehn
April 2017

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Keine Lust auf weite Wege? Auch im Umland von Georgioupolis gibt es interessante Ziele für jeden Geschmack. Unsere fünf Ausflugstipps liegen so nah an Ihrem Urlaubsort, dass Sie sogar mehrere davon zu einem Tagesausflug mit vielen Höhepunkten kombinieren können.

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute so nahe liegt?

Wir haben für Sie einige Ausflugsziele zusammengetragen, bei denen die Fahrt mit dem Auto von Georgioupolis aus nur eine halbe Stunde oder gar noch weniger dauert.

Und jetzt haben Sie die Wahl: Steht Ihnen der Sinn nach antiken Stätten? Suchen Sie Ruhe, Natur und Abgeschiedenheit? Oder knurrt Ihnen gerade der Magen und die nächste Taverne kann gar nicht schnell genug in Sicht kommen?

Die gute Nachricht lautet: Falls Sie sich nicht für eine dieser Optionen entscheiden können, müssen Sie das auch gar nicht. Unsere Ausflugstipps lassen sich mühelos kreuz und quer miteinander kombinieren. So können Sie sich einfach Ihr ganz persönliches Tagesprogramm zusammenstellen. Alles was Sie dazu brauchen, ist eine einfache Straßenkarte und einen Mietwagen – schon kann das Abenteuer beginnen. Steigen Sie ein und fahren Sie mit!

1. Die Quellen von Argyroupolis und die Kirche der heiligen fünf Jungfrauen
Bunte Tavernen und römische Geschichte

Nur wenige Kilometer von Georgioupolis entfernt am nordöstlichen Fuß der Weißen Berge liegt das idyllische Bergdorf mit Namen Argyroupolis. Es ist bekannt für seine Quellen, die hier von luftigen Steinwänden unter schattigen Bäumen in vielen kleinen Wasserfällen nach unten sprudeln. Entlang der Straße warten urige Tavernen auf hungrige und durstige Besucher. Große Stücke Fleisch werden am Holzfeuer gebraten und in den Glas-Bassins schwimmen riesige Fische ihre vielleicht letzten Runden.

Aber vielleicht ist Ihnen ja noch gar nicht nach der nächsten Mahlzeit zumute oder das genaue Gegenteil ist der Fall, und Sie benötigen nach dem Besuch der Taverne einen ausgedehnten Verdauungsspaziergang? Auch in diesem Fall sind Sie gerade genau am richtigen Ort.

Fahren Sie hinauf, in den Ort zurück. Gegenüber dem Markt, der lokale Naturprodukte feilbietet, weist ein Schild den Weg in die Schlucht Kato Poros. Am besten parkt man das Auto auf der Hauptstraße und folgt ab hier zu Fuß dem Pfad nach unten. Nach wenigen hundert Metern ist linker Hand der Weg zur Kirche der heiligen fünf Jungfrauen und zum Friedhof der antiken Stadt Lappa ausgeschildert.

Die alte Steinstraße führt sanft bergab in die Schlucht. Schon bald lassen sich im Hang die ersten Steingräber entdecken. Auch die Kirche der fünf Jungfrauen, die am Hang über den Gräbern thront, ist einen Besuch wert. Klettern Sie einfach über die Steinstufen nach oben. Die Tür der kleinen Kapelle, die mit zahlreichen Ikonenbildern geschmückt ist, steht offen.

Zur gleichen Zeit, in der die Gräber aus der Römerzeit in den Kalkstein gemeißelt wurden, begann wohl auch die riesige Platane zu wachsen, die noch immer über die längst verlassene Nekropole wacht. Wenn Sie mit mehreren Personen unterwegs sind, können Sie ausprobieren, ob Ihre gemeinsamen Arme ausreichen, um den meterdicken Stamm zu umfassen. Das Wasser, das zu Füßen des uralten Baumes aus den Leitungen sprudelt, ist übrigens Trinkwasser. Wenn die Trinkflasche gerade leer ist, kann man sie hier auffüllen. In der Schlucht kann man nämlich noch einige Kilometer weiter wandern...

2. Der Einstein der tausend Steine
Viele kleine Steine ergeben auch ein ganzes Dorf

Ungefähr auf halbem Weg nach Chania, nur einen Steinwurf vom Küstenort Kalyves entfernt, parken Sie Ihren Wagen vor dem Eingang des Steindorfes Koumos. Achten Sie in Kalyves auf den großen Supermarkt am Ortsausgang links neben der Straße und biegen Sie an dieser Stelle links ab.

Als erstes fällt Ihr Blick auf die monumentale Statue des Erbauers Giorgos Khavaledakis, gleich rechts neben der kleinen Kapelle. Treten Sie ein und staunen Sie! Ein ganz besonderes Märchenland wartet auf Sie.

Der Legende nach begann die Geschichte dieses Ortes im Jahr 1990 mit einem einzigen Stein aus Lefka Ori, den Weißen Bergen im Westen Kretas. Seine Frau Evangelia bat den Architektur-Autodidakten um einen Tisch aus eben diesem Stein mit einem Baumstamm als Fuß. Tausende weitere Steine sollten folgen. Im Laufe der Jahre entstand daraus ein ganzes Dorf mit einem Museum, Steintieren, einer Hütte, wie sie die frühen Einwohner Kretas bewohnt haben, zahlreichen anderen, großen und kleinen Gebäuden – und natürlich auch einer Taverne.

Hier kann man es sich unter einem der Sonnenschirme aus Stein so richtig gemütlich machen – und sollte es auch tun. Der Besuch des Steindorfes ist frei. Ihre kleine Spende zur Erhaltung dieses ganz besonderen Ortes entrichten Sie genau hier, in der Taverne, indem Sie sich ein Getränk bestellen. Vielleicht haben Sie ja Glück und Giorgos Khavaledakis ist gerade nach einem Plauderstündchen zumute und setzt sich dazu...

3. Die Ruinen der antiken Stadt Aptera
Eine Siedlung hoch über der Souda-Bucht

Ebenfalls nur 6 km von Kalyves entfernt, ganz in der Nähe des Küstendorfes Megala Chorafia und hoch über der Souda-Bucht, warten die Überreste der Stadt Aptera auf Ihren Besuch. Die mächtigen Mauern verraten auf den ersten Blick, dass dieser Ort, einst zu den bedeutendsten Stadtstaaten Kretas zählte.

Die Siedlung auf einer Höhe von rund 250 Meter über der Souda Bucht war schon zur Bronzezeit bewohnt, überlebte mehrere starke Erdbeben und wurde 824 n. Chr. bei der Invasion der Sarazenen geplündert und zerstört. Seit 1862 wird hier ausgegraben – zum Beispiel ein Theater, Bäder und eine Zisterne aus der Römerzeit, Überreste von Tempeln aus der minoischen Periode und Häuser aus der byzantinischen Ära der Stadt. Das Kloster in der Mitte des Geländes stammt aus dem 11. Jahrhundert. Ein kleines Museum informiert über das Leben in der Siedlung und den Stand der Ausgrabungen.

Wenn Sie das Glück haben, im Frühjahr auf Kreta zu urlauben, spazieren Sie im hohen Gras durch ein wahres Blumenmeer. Auf Schritt und tritt hört man die Bienen summen. Auf einmal fühlt man sich den antiken Bewohnern der Stadt ganz nahe, die dieses Geräusch zu ihrer Zeit auch schon in den Ohren hatten.

Fahren Sie am besten gleich nach dem Frühstück los, wenn Sie Aptera gemütlich und ohne Eile besichtigen möchten. Geöffnet ist nämlich nur zwischen 8.30 Uhr und 15.00 Uhr. Außerdem ist wie bei allen archäologischen Ausgrabungsstätten am Montag Ruhetag.

Aber selbst wenn Sie außerhalb der Öffnungszeiten vor geschlossener Tür stehen: Wenn Sie gerade in der Gegend unterwegs sind, lohnt sich der kurze Abstecher auf jeden Fall. Zum einen war die antike Stadt nämlich so groß, dass längst nicht alle Gebäude innerhalb des Zauns liegen. Links vom Parkplatz führt ein Weg zu den Resten einer römischen Villa mit wild durcheinander gewürfelten Säulentrommeln und Kapitellen. Und dann ist da auch noch die türkische Festung aus dem 19. Jahrhundert, die Sie in einigen hundert Meter Entfernung am Rand der Ebene erblicken. Die kann man zwar nicht besichtigen, dafür hat man von dort einen herrlichen Panorama-Ausblick.

Sehen Sie auch: Ausflug zur antiken Stadt Aptera

4. Kournas: Ein See und seine Stadt
Kretas einziger natürlicher Süßwassersee

Genau genommen brauchen Sie nicht einmal ein Auto, um von Georgioupolis zum Kournas-See zu kommen. Die gut ausgeschilderte 4km lange Strecke schafft man – wenn man will – nämlich auch zu Fuß. Im Sommer fährt außerdem die Bimmelbahn bis hinaus zum See.

Kretas einziger, natürlicher Süßwasser-Binnensee wirkt mit seinem türkisblauen Wasser und der malerischen Bergkulisse wie aus den Alpen hier her versetzt. Er steht unter Naturschutz, ist fast kreisrund und an der tiefsten Stelle immerhin 22,5 Meter tief.

Selbst im Hochsommer wird es hier selten zu voll und die hübschen, bunten Tretboote sind ebenfalls in ausreichender Menge vorhanden. Auch seltene Tier- und Pflanzenarten, wie Wasserschildkröten, Libellen und zahllose Vogelarten kann man hier vor die Kamera bekommen.

Nach dem Baden ist vor der nächsten Mahlzeit. Entweder kehren Sie in eine der Tavernen am Ufer ein oder Sie fahren in einen der Orte oberhalb des Hangs hinauf, von wo aus man einen herrlichen Ausblick über den See hat.

Wundern Sie sich nicht, wenn Sie dabei auf eine Taverne stoßen, die einen bekannten Namen trägt: Der Kournas-See hieß im Altertum „Korissia“ und unsere Hoteliers-Familie von Corissia stammt natürlich auch aus der Gegend: aus der Ortschaft Kournas, die ein paar Kilometer vom See entfernt auf einem Hügel liegt.

Falls Sie in den Souvenirläden am See die schöne Töpferware bestaunt haben, unterdrücken Sie Ihren Kaufimpuls und besuchen Sie den Töpferladen der Familie Tsakalakis in der Hauptstraße von Kournas. Die Amphoren, Krüge und Vasen, die dort feilgeboten werden, entstehen zwar mittlerweile überwiegend in Chania. Allerdings werden sie dort noch immer im Familienbetrieb in Handarbeit hergestellt.

5. Auf Klostertour auf der Akrotiri-Halbinsel
Vier heilige Stätten auf einen Streich

Die Akrotiri-Halbinsel liegt zwar etwas weiter von Georgioupolis entfernt, aber wenn man sein Fahrzeug auf die Schnellstraße lenkt, umrundet man auch bereits nach einer halben Stunde Fahrtzeit die Souda-Bucht und genießt den traumhaften Blick aufs Meer. Nehmen Sie Kurs auf den Flughafen von Chania. Kurze Zeit später weisen Schilder den Weg zum Kloster Agia Triada.

Nach der Besichtigung des im venezianischen Renaissance-Stil errichteten Klosters aus dem 17. Jahrhundert mit seinem weitläufigen Klostergarten, der prächtig dekorierten Klosterkirche und dem kleinen Museum ist der Besuch des Klostershops fast schon Pflicht. Agia Triada ist nämlich für zwei Produkte weltberühmt: Olivenöl und Wein. Hier können Sie beides direkt vom Erzeuger kaufen – und natürlich auch probieren.

Anschließend geht es in nördlicher Richtung weiter. Der Weg schlängelt sich durch karge Berge und führt immer höher hinauf. Es ist möglich, dass das Kloster Gouverneto gerade für Besucher nicht geöffnet ist, wenn Sie vor der Tür stehen.

Zwischen März und Ostern ist es geschlossen und außerdem mehrere Stunden am Nachmittag. Die Fahrt dorthin lohnt sich trotzdem. Wer den Klostergarten durchquert und am anderen Ende das Tor hinter sich schließt, wird bereits von einem atemberaubenden Anblick erwartet.

Der steinerne Pfad, den Sie vor sich sehen, führt an Ihre nächsten Ziele: Wenn Sie auf Ihrem Weg Ruinen passieren, haben Sie den Eingang zur Bärenhöhle erreicht. Sie liegt gleich um die Ecke. Erkennen Sie den Bären in dem riesigen Stalagmiten in der Mitte der fast runden Höhle? Die kleine Kapelle am Eingang der Höhle heißt Panagia Arkoudiotissa und stammt aus dem 16. Jahrhundert.

Wer sich noch weiter hinabwagt, stößt schließlich auf das verlassene Kloster Moni Katholiko. Auf ganz ausdauernde Wanderer wartet am Ende des Weges das Meer. Festes Schuhwerk wird empfohlen!

Sehen Sie auch: Eine Tour über die Halbinsel von Akrotiri: Strände, Klöster und eine schöne Wanderung

Noch mehr Ausflugsziele in der Umgebung von Georgioupolis?

Besuchen Sie unseren kostenlosen Kreta-Reiseführer oder fragen Sie einfach unsere Mitarbeiter an der Rezeption oder beim Frühstück oder Abendessen im Corissia Park. Wir unterstützen Sie gerne bei der Ausflugsplanung. Unvergessliche Momente sind dabei garantiert.

Geschrieben von Martina Diehn

Als Martina Diehn 2004 nach Berlin zog, um „irgendwas mit Schreiben“ zu machen, hatte sie vermutlich den „Momente“-Reiseblog von Corissia im Sinn. Weil dieser aber erst 2017 das Licht der Welt erblickte, vertrieb sie sich die Jahre dazwischen mit ausgedehnten Reisen und dem eigenen Garten vor den Toren der Stadt.

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